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Corona-Krise

Lahm sieht Deutschland nicht als EM-Notgastgeber

Die Aussicht auf ein Europameisterschaft in diesem Sommer in zwölf Ländern sorgt weiter für Diskussionen. Deutschland steht laut Philipp Lahm, dem Chef-Organisator der Fußball-EM 2024, in der Pandemie aber nicht als Notnagel für alle 51 Spiele bereit.

Cheforganisator der EM 2024
Philipp Lahm schließt eine Fußball-Europameisterschaft mit Deutschland als einzigem Gastgeber in diesem Sommer aus. Foto: Matthias Balk/dpa

Berlin (dpa) - Philipp Lahm schließt eine Fußball-Europameisterschaft mit Deutschland als einzigem Gastgeber in diesem Sommer aus.

«Das ist aktuell absolut kein Szenario, das kann ich ganz klar sagen», betonte der Weltmeister von 2014 und Cheforganisator der EM 2024 in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland. «Was in den kommenden Monaten passieren wird, kann natürlich niemand vorhersagen, aber momentan steht überhaupt nicht zur Debatte, dass das Turnier ausschließlich in Deutschland stattfindet», betonte der 37-Jährige.

Wegen der anhaltenden Probleme durch die Coronavirus-Pandemie wird über Alternativ-Modelle für das geplante Zwölf-Nationen-Turnier vom 11. Juni bis 11. Juli debattiert. Lahm glaubt aber weiter an die EM in einem Dutzend Ländern. «Es war und bleibt eine gute Idee», sagte er. Der Deutsche Fußball-Bund hatte sich in der Debatte stets zurückgehalten, da er bereits zum alleinigen Ausrichter des folgenden Turniers in drei Jahren bestimmt wurde.

Für Lahm ist derzeit eher die Politik als der Fußball gefordert. «Wenn die Planungen wegen der Corona-Pandemie angepasst werden müssen, liegen diese Entscheidungen nicht mehr bei der UEFA, sondern eine Ebene darüber: bei der Politik. Aber aktuell ist es immer noch so, dass die EM in zwölf Städten stattfinden wird», sagte der Geschäftsführer der DFB Euro GmbH für 2024.

Notfalls müsste das Turnier ohne Zuschauer in den Stadien stattfinden. «So schade es wäre, aber das ist eine Option von mehreren. Die Hoffnung besteht schon, dass die Fans ins Stadion zurückkehren können. Natürlich ist Fußball mit Zuschauern schöner. Ich glaube nicht, dass wir bis zum Turnier eine 100-prozentige Auslastung der Stadien hinbekommen. Aber auf alles darunter setzen wir Hoffnung», sagte Lahm.

Nach aktueller Planung soll die EM am 11. Juni in Rom angepfiffen werden. In London sollen Halbfinals und Endspiel (11. Juli) ausgetragen werden. In München sind die drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich (15. Juni), Titelverteidiger Portugal (19. Juni) und Co-Gastgeber Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale (2. Juli) angesetzt.

© dpa-infocom, dpa:210220-99-520292/2

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Interview Lahm "RND"