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Coronavirus-Krise

Söder über Liga-Neustart: «Experiment gelungen»

Der Wiederanpfiff der Bundesliga ist unter den Ministerpräsidenten heftig umstritten gewesen. Nun loben erste Länderchefs den Neustart - und stellen weitere Lockerungen in Aussicht. CSU-Chef Markus Söder mahnt aber auch zusätzliche Maßnahmen des Fußballs an.

Markus Söder
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) war mit dem Bundesliga-Neustart zufrieden. Foto: Sven Hoppe/dpa

München (dpa) - Nach dem «gelungenen Experiment» des Neustarts erwartet Bayerns Ministerpräsident Markus Söder präzisierte Verhaltensregeln für Bundesliga-Profis beim Torjubel.

«Die Liga wird noch mal nachschärfen, da bin ich relativ sicher, um das klarer zu machen», sagte der CSU-Chef im «Doppelpass» von Sport1. Knapp zwei Wochen nach dem pikanten Video des inzwischen suspendierten Salomon Kalou nahm es etwa Hertha BSC beim 3:0 gegen Hoffenheim mit dem von der Deutschen Fußball Liga empfohlenen kontaktlosen Jubel lockerer. Strafen drohen dafür nicht.

Natürlich verstehe er das Verhalten der Fußballer nach schwierigen Wochen, sagte Söder. Aber er mahnte: «Der Fußball hat eine extreme Vorbildfunktion in jeder Beziehung.» Söder war im Vorfeld einer der Befürworter des Liga-Neustarts auf politischer Ebene. «Es war Spitz auf Knopf, dass es überhaupt möglich war», erinnerte der 53-Jährige. 

Unterstützt worden war Söder von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet. «Ich glaube, es hat sich gelohnt», sagte der CDU-Politiker «Bild TV» zum Re-Start. «Das ist ja genau das vorsichtige Eingehen in eine verantwortungsvolle Normalität, die wir alle wollen.» Laschet lobte auch die Fans, nachdem befürchtete Ansammlungen vor den leeren Stadien ausgeblieben waren. «Der heutige Tag hat jedenfalls gezeigt, die Fans wissen, worauf es ankommt, an welche Regeln man sich halten muss», sagte Laschet.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und sein sächsischer Amtskollege Michael Kretschmer (CDU) halten sogar begrenztes Publikum in den Arenen in der neuen Saison wieder für möglich. «Nach der Sommerpause müssen wir klären, ob Stadion auch mit weniger Abstand geht, weil die Infektionsrate so niedrig ist und es eine Kontaktnachverfolgungs-App gibt, falls doch ein Infizierter dort war», erklärte Weil der «Bild am Sonntag».

Söder indes wollte sich noch nicht auf einen Zeitpunkt für die Rückkehr der Fans in die Arenen festlegen. «Das ist die Grundsatzfrage nach Planungssicherheit, die alle stellen. Mit Corona kann man keinen Deal machen», sagte der Ministerpräsident. «Wenn wir keinen Rückfall haben, wenn wir keine zweite Welle bekommen, dann ist vieles mehr möglich.» Ohne Impfstoff und Medikamente bleibe es aber «eine Herausforderung».

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