Logo

Flamur Berisha wächst in Freiberg zur festen Größe

In der Fußball-Oberliga empfängt Spitzenreiter SGV Freiberg den SV Linx aus dem hinteren Tabellendrittel. Der FSV 08 Bissingen geht favorisiert beim SV Oberachern in die Partie.

Wieselflink und voller Ehrgeiz: SGV-Youngster Flamur Berisha. Foto: Baumann
Wieselflink und voller Ehrgeiz: SGV-Youngster Flamur Berisha. Foto: Baumann

Freiberg. SGV-Trainer Evangelos Sbonias steht mit dem 28-jährigen Neuzugang Mario Ebenhofer am Samstag im Heimspiel gegen SV Linx (14 Uhr) erstmals ein weiterer etablierten Mittelfeld-Akteur zur Verfügung. Die Spielberechtigung des Österreichers, der vom rumänischen Erstligisten FC Botosani nachverpflichtet wurde und davor beim österreichischen Zweitligisten FC Blau/Weiß Linz spielte, liegt nun vor. „Ebenhofer trainiert jede Minute mit hoher Intensität und integriert sich toll“, lobte der Chefcoach.

Doch beim SGV sind es nicht nur die erfahrenen Kräfte, die für den beeindruckenden Saisonstart verantwortlich sind. Auch einige Youngster haben sich inzwischen in die Stammformation gespielt. Etwas der 20-jährige Flamur Berisha. Der Stürmer kickte 2019 noch in der Verbandsliga beim FC Radolfzell. „Vorige Saison habe ich beim FC Villingen wohl eine ganz gute erste Oberliga-Saison gespielt, nicht zuletzt die Partie gegen den SGV Freiberg muss recht ordentlich gewesen sein“, erinnert sich Berisha an den ersten Kontakt zu den Freibergern, „die dann auf mich zukamen und sagten, bei ihnen könne ich in einem professionelleren Umfeld mein Potenzial noch mehr ausschöpfen.“

Das pfeilschnelle Nachwuchs-Ass ist seit dem Sommer auf dem Wasen. Nach seiner Ausbildung zum Feinmechaniker konzentriert sich der Rechtsaußen inzwischen einzig auf den Fußball. „Von Beginn an war der Umgang respektvoll“, sagt er, „da haben meine zwei Tore in Göppingen nichts daran geändert“. Der Doppelpack kam freilich gelegen, mit seinen ersten beiden Treffern für seinen neuen Verein hat er seine Torgefährlichkeit bewiesen. Angreifer Manuel Salz feierte vor dem 7:0-Kantersieg in Göppingen Hochzeit, deswegen durfte Berisha von Anfang an ran.

Doch der Sohn einer deutschen Mutter und eines Vaters aus dem Kosovo profitiert nicht nur von den Ausfällen der Langzeitverletzten Hakan Kutlu, Michael Klaus oder Julian Grupp, die auch weiterhin fehlen werden. Oder vom Fehlen Christian Mauersbergers, der gegen die Linxer vielleicht schon wieder im Kader steht. Es ist seine eigene Leistung: Berisha besticht mit Tempo, Flexibilität, Laufbereitschaft – und mit seiner Lernbereitschaft. In allen bisherigen Partien kam er zum Einsatz, in der Spitze oder auf der linken Außenbahn im Mittelfeld.

Bissingen will Platz drei verteidigen

„Er hat eine unglaublich dynamische Spielweise und gehört schon zum engeren Stamm“, betont auch Sbonias. „Das Gefühl für die richtige Aktion in der jeweiligen Situation muss er nun weiter ausbauen.“ Mehr Defensivarbeit und mehr Ruhe am Ball seien stets die Forderungen seiner Trainer, zählt Berisha selbst auf. Unabhängig von der Einsatzfähigkeit der beiden angeschlagenen Akteure Dean Melo und Aaron Nkansah, ist Flamur Berisha längst eine echte Alternative für die Startelf.

Die Bissinger haben sich nicht lange von der knappen Niederlage in Stuttgart bei den Kickers beeindrucken lassen: Gegen den Freiburger FC kam die Mannschaft von Trainer Alfonso Garcia am Wochenende bereits wieder zu einem 2:0-Erfolg. Beim Schlusslicht in Oberachern gilt es für 08 am heutigen Samstag (15.30 Uhr), den starken dritten Tabellenplatz zu verteidigen.

Autor: