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Heimerdingen hofft auf den ersten Dreier

Im Abstiegskampf will der Fußball-Verbandsligist früher punkten als in der vergangenen Saison – VfB Neckarrems hält die Augen offen

Lukas Emmrich. Foto: Baumann
Lukas Emmrich. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Bei potenziellen Konkurrenten im Abstiegskampf der Fußball-Verbandsliga sind am Samstag der VfB Neckarrems und der TSV Heimerdingen gefordert: Der VfB spielt beim TSV Crailsheim, der TSV steht vor der längsten Auswärtsfahrt der Runde zum FC Wangen.

Beide Kreisvertreter eint, dass ihr Punktekonto nach dem ersten Spieltag noch bei null steht. Dennoch regiert hier wie dort Zuversicht. „Wir haben Wangen letzte Woche in Rutesheim beobachten lassen. Sie haben gerne im Mittelfeld Überzahl, aber das macht uns keine Angst. Auf dem großen Platz dort im Stadion werden wir Räume für unsere schnellen Angreifer bekommen“, sagt der Heimerdinger Trainer Daniel Riffert und ist guten Mutes, dass der erste Dreier diesmal nicht wie in den vergangenen Jahren erst nach sechs oder sieben Spielen gelingt.

Zumal er personell mit Gabriel Fota, Michele Ancona und dem langjährigen Stammkeeper Lukas Emmrich im Vergleich zum 0:1 gegen Pfullingen deutlich mehr Substanz im Kader haben wird. „Ob die drei in der Startelf stehen, lasse ich aber noch offen. Die anderen haben es letzte Woche schließlich gut gemacht“, sagt er.

Beim VfB weilte Coach Markus Koch unter der Woche im Kurzurlaub in Belgien, kehrt aber rechtzeitig zur Partie in Crailsheim zurück. Ob er dort wohl einen zweiten Kevin de Bruyne entdecken konnte? „Ein Lukaku wäre mir lieber“, lacht Gert Ranzinger, der Sportliche Leiter der Remser. Man halte durchaus die Augen nach Verstärkungen offen, in Innenverteidigung und Angriff würde man gerne noch nachbessern, erzählt er: „Aber das, was derzeit auf dem Markt ist, können und wollen wir uns nicht leisten.“

Also muss es zumindest vorerst das vorhandene, großteils blutjunge Team richten. „Vor allem diejenigen, die schon im Vorjahr kamen, blühen regelrecht auf. Sie merken einfach, dass sie etwas bewegen können“, erkennt Ranzinger mit Freude, wie mehr Spielzeit und Verantwortung manchen aus der VfB-Rasselbande wachsen lässt.

Das schönste Kompliment in der noch jungen Saison erhielt das neu formierte Team unlängst beim Testspiel in Stammheim vom inzwischen dort dem Ball nachjagenden Ex-Spieler Lars Ruckh. „Man sieht einfach, dass da Neckarrems spielt“, habe dieser anerkennend gesagt, so Ranzinger.

An Nachmittag in Crailsheim, wo man beim 2:2 in der Vorsaison leichtfertig zwei Punkte verschenkte, steht bis auf Veton Ahmeti der Kader der Vorwoche zur Verfügung.

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