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Julian Schuster führt Nachwuchs an die Bundesliga heran

Verbindungstrainer: Der Löchgauer Julian Schuster (rechts) betreut beim SC Freiburg ausgewählte Talente.Foto: Eibner
Verbindungstrainer: Der Löchgauer Julian Schuster (rechts) betreut beim SC Freiburg ausgewählte Talente.Foto: Eibner
Der frühere Löchgauer Fußball-Profi hat als Verbindungstrainer Anteil am Höhenflug des Sport-Club Freiburg – „Das ist eine tolle Aufgabe“

Löchgau. Löchgau/Freiburg. Der SC Freiburg mischt derzeit die Fußball-Bundesliga ordentlich auf. Der Löchgauer Julian Schuster hat daran seinen Anteil: Der 36-Jährige ist seit dem Ende seiner eigenen Profikarriere Verbindungstrainer. Er betreut ausgewählte Freiburger Talente wie etwa den Nationalspieler Nico Schlotterbeck bei ihrem Sprung in den Bundesliga-Kader.

Es kann schon einmal sein, dass das Gespräch mit Julian Schuster unterbrochen wird, weil Christian Streich anruft. „Oh, der Chefcoach, da muss ich kurz ran.“ Der 36-jährige Schuster ist fest eingebunden im Freiburger Trainerstab. Er ist seit dem Ende seiner Karriere 2018 Verbindungscoach.

„Ich habe einen Stamm von rund zehn Spielern aus der Bundesliga- der U23- und der U19-Mannschaft, die ich individuell betreue“, erklärt er, „mit einer speziellen Schwerpunktsetzung sollen sie so den Sprung zum Fußball-Profi vollends schaffen.“

Regelmäßige Trainingseinheiten mit dem Profikader gehören so ebenfalls zu seinen Aufgaben, wie mit den Nachwuchsteams. Doch genauso das Videostudium „oder einfach auch mit einem Spieler einen Spaziergang machen, einen Kaffee trinken und einzelne Dinge gezielt ansprechen.“

Der Erfolg spricht für sich. Der SC Freiburg kann am Sonntag wieder auf einen Champions League-Platz klettern. Aktuell haben es wieder eine ganze Reihe von eigenen Talenten beim SC in die Bundesliga geschafft. Noah Weißhaupt, Kevin Schade, Yannick Keitel, Keven Schlotterbeck oder sein Bruder Niko Schlotterbeck, der es bereits in die Nationalmannschaft gebracht hat.

„Das ist eine tolle Aufgabe“, sagt der in Bietigheim geborene Julian Schuster, „ich bin ganz nah an gleich drei Mannschaften dran und kann die Jungs in einer unglaublich wichtigen Phase ihrer Karriere begleiten.“

Einen Innenverteidiger schnappt sich Schuster so etwa zu einer Extraschicht innerhalb des Mannschaftstrainings, um mit ihm am Spielaufbau zu feilen. Bei Stürmern kann es um das Anbietverhalten im Strafraum gehen, um das Abschlussverhalten oder wie er sich von seinem Gegenspieler löst.

„Es geht aber nicht nur um Schwächen, sondern auch um Stärken“, stellt der 219-fache Erst- und Zweitligaakteur seine Arbeit dar, „dass bei Standardspezialisten acht von zehn Aktionen gelingen und nicht nur sechs von zehn.“

Der SC war mit der erste Verein, der die Position des Verbindungstrainers geschaffen hat. Ein weiterer Beleg, wie die Freiburger sich als kleiner Bundesligaklub immer wieder findig zeigen, Talente für die Bundesliga auszubilden. Bis auf den Fußball-Lehrer-Trainerschein hat Schuster längst einen Trainerschein nach dem anderen erfolgreich erworben.

Wie lange er seiner aktuellen Tätigkeit noch nachgehen will, lässt der einstige SC-Kapitän offen.

„Irgendwann will ich natürlich auch einmal eine eigene Mannschaft betreuen“, sagt Schuster, „ich habe aber da kein Zeitlimit. Es macht mir enorm viel Spaß, die für mich beim SC neu geschaffene Stelle des Verbindungstrainers auszugestalten.“