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Nervenstarke Bulldogs bleiben in der Landesliga

Spannung bis zur letzten Sekunde: Erst im finalen Drive des Spiels entscheidet sich zwischen den Ludwigsburg Bulldogs und den Ostalb Highlanders, wer aus der Landesliga absteigt. Am Ende jubelt das Team in gelb-schwarz – und kann sich auf ein Derby in der nächsten Saison freuen.

Kampf bis zur letzten Sekunde, doch die Abwehr der Ludwigsburg Bulldogs (gelbe Trikots) hält gegen die Ostalb Highlanders stand. Foto: Baumann
Kampf bis zur letzten Sekunde, doch die Abwehr der Ludwigsburg Bulldogs (gelbe Trikots) hält gegen die Ostalb Highlanders stand. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Mit einem 14:13-Sieg im Ludwig-Jahn-Stadion haben die Ludwigsburg Bulldogs die Ostalb Highlanders besiegt und am letzten Spieltag der American-Football-Saison den Klassenverbleib in der Landesliga erreicht. Zwischenzeitlich hatte es allerdings so ausgesehen, als würden die Gelb-Schwarzen als Verlierer vom Feld gehen.

Dabei erwischten die Ludwigsburger von Trainer Sven Kutsche einen Traumstart in das letzte Saisonspiel. Bei einer Niederlage wäre der direkte Klassenverbleib nicht mehr möglich gewesen. Entsprechend motiviert gingen die Bulldogs in die Partie, erzielten gleich im ersten Drive einen Touchdown und gingen durch den erfolgreichen Kick im Anschluss mit 7:0 in Front. Die Highlanders schlugen jedoch noch vor der Pause zurück, verpassten es aber, nach dem Touchdown den folgenden Kick zwischen den Stangen zu platzieren. Ebenso wurde auch ein Field-Goal-Versuch vor der Halbzeit verfehlt, weshalb Ludwigsburg mit etwas Glück eine 7:6-Führung in die Pause nahm.

Gegen Ende des dritten Viertels drehten die Heidenheimer die Partie. Nach einem Passspielzug und erfolgreichem Kick führte das Team von der Ostalb 13:7 – und die Gastgeber standen mit dem Rücken zur Wand. Unter dem Druck des drohenden Abstiegs passierten nun Fehler: Vier Minuten vor Ende tauchten die Bulldogs sechs Yards vor der gegnerischen Endzone auf, gaben jedoch den Ballbesitz mit einem Fumble wieder ab. Da die Verteidigung der Ludwigsburger der Ostalb-Offensive standhielt, erhielten die Bulldogs ein letztes Mal den Ball. Erneut trug Ludwigsburg das Spielgerät mit zwei großen Raumgewinnen bis fünf Yards vor die gegnerische Endzone und behielt diesmal die Nerven. Per Lauf gelang das 13:13, der anschließende Kick brachte die Bulldogs mit 14:13 in Führung.

So hatte nun Heidenheim die Herkules-Aufgabe zu bewältigen, den Ball in etwas mehr als einer Minute über das komplette Feld tragen zu müssen. Erneut hielt die Bulldogs-Abwehr stand und sicherte den 14:13-Sieg. Die Highlanders steigen durch die bittere Pleite aus der Landesliga ab.

Bei den Bulldogs dagegen brach Jubel aus. „Es war eine große Erleichterung“, bestätigte Bulldogs-Spieler und Abteilungsleiter Jonas Mahlert nach Spielende: „Man hat richtig gemerkt, wie wichtig das für die Mannschaft war.“ Zudem habe Coach Kutsche nach der Partie signalisiert, weiter bei den Bulldogs bleiben zu wollen. Der Headcoach hatte in dieser Saison ein neues Offensivsystem eingeführt und will die Mannschaft in der Landesliga weiterentwickeln.

In dieser wird es erneut ein Derby geben. Denn durch das 27:20 bei den Neckar Hammers sicherten sich auch die Kornwestheim Cougars den Klassenverbleib.

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