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Neue Chance für TSV und VfB

Heimerdingen und Neckarrems dürfen erneut in der Verbandsliga starten

Fokussiert: Heimerdingens Coach Jens Härter.Foto: Baumann
Fokussiert: Heimerdingens Coach Jens Härter. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Verschärfter Abstieg! Dieser Drohkulisse wollen der VfB Neckarrems und der TSV Heimerdingen in der neuen Runde der Fußball-Verbandsliga am liebsten niemals zu nahe kommen. Beide Kreisvertreter haben sich ab dem 22. August den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt.

Und das mit gutem Grund, schließlich standen sowohl der VfB als auch der TSV zum Zeitpunkt des coronabedingten Abbruchs der letzten Saison auf Abstiegsrängen. „Ich sehe es so, dass wir jetzt einfach noch einmal die Chance haben, zu zeigen, dass wir die Verbandsliga halten können“, sagt Jens Härter, der in Heimerdingen vom Co- zum Cheftrainer aufgerückt ist.

20 Mannschaften in der Liga

Wie fast alle Spielklassen steht auch die Verbandsliga vor einer Mammutrunde, denn jetzt umfasst sie 20 Mannschaften. Das macht acht Spieltage mehr. Insgesamt fünf Englische Wochen sind geplant, davon zwei gleich im September, zudem wird bis Mitte Dezember gespielt und die Saison im Juni 2021 noch einmal verlängert.

In die Oberliga hat sich die TSG Backnang verabschiedet, aus den vier Landesligen sind der TSV Crailsheim, der FC Holzhausen, der VfB Friedrichshafen und Türk Spor Neu-Ulm als Aufsteiger hinzugekommen. Dass der ein oder andere der genannten sofort wieder runter muss, scheint absehbar, denn um die aufgeblähte Liga im Sommer 2021 wieder auf Normalmaß zu bringen, kommt der verschärfte Abstieg zum Tragen. Es wird daher mindestens sechs direkte Absteiger geben.

„Wegen des umfangreichen Programms haben wir unseren Kader etwas aufgestockt“, erzählt mit Blick darauf Härter. Sein Neckarremser Kollege Markus Koch sagt: „Ich höre von vielen, dass man diesmal einen großen Kader braucht. Aber es muss auch praktikabel sein. Trainingsspiele macht man nun einmal mit 11 gegen 11“, fügt aber auch mit Blick auf die Coronalage mit einer gewissen Skepsis an: „Wo die Saison letztlich endet, weiß heute noch keiner“.

Die Veränderungen in seinem Kader beschreibt Koch angesichts von acht Ab- und elf Zugängen als „Umbruch“. Mit Pero Mamic (FSV 08 Bissingen), Gabriel Fota (Heimerdingen), Lars Ruckh (SC Stammheim) und Nesreddine Kenniche (SKV Rutesheim) gingen wichtige Akteure.

Prominentester Neuer ist zweifellos Angreifer Sascha Häcker. Der 30-Jährige, der auch schon für 07Ludwigsburg spielte, kommt von Calcio Echterdingen und soll für Tore sorgen. Ebenfalls im Kreis bekannt sind der bei 07 groß gewordene Emanuel McDonald, der nach einem verlorenen Jahr in Backnang zum VfB stößt, Nikola Pantic, der bisherige Torjäger des SV Pattonville und aus der Bissinger Bezirksligareserve Abwehrspieler Marius Mannheim. Die übrigen sieben Zugänge sind ausnahmslos junge Talente, die aus den Jugendabteilungen von 08, dem SGV Freiberg und Sonnenhof Großaspach zum VfB stießen. Dünn aufgestellt ist man im Abwehrzentrum. „Da sind wir nach dem Kahlschlag noch auf der Suche“, erzählt der VfB-Trainer.

Viel Bewegung im Kader

Ähnlich viel Bewegung herrschte mit sieben Ab- und elf Zugängen bei den Heimerdingern. Man verlor unter anderem Marc Bitzer, der gemeinsam mit dem bisherigen Trainer Holger Ludwig nach Backnang wechselte, Piero Stampete (TSV Schwieberdingen), Daniel Geppert (tritt kürzer) und TSV-Torjägerinsitution Murat Öztürk, der sich seinem Heimatverein TSV Oberbrüden anschloss. Unter den Neuen sind wie beim VfB viele junge Perspektivspieler. Einzig Routinier Fota ragt vom Alter heraus. Etwas bekannter sind zudem Felix Gutsche (FSV Hollenbach), Jeffrey Schieber und der frühere Marbacher Nicola de Pilla, die beide von Landesligist Weilimdorf kamen.

Zum Rundenauftakt am 22.August haben beide Kreisvertreter Heimrecht: Der VfB erwartet die neben dem TSV Essingen und Normannia Gmünd zum engsten Favoritenkreis zählenden Hollenbacher, der TSV hat dann Aufsteiger Neu-Ulm zu Gast.

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