Logo

Risiko der Ludwigsburger Dance Works mit deutschem Meistertitel belohnt

Mehr geht nicht: Eine 4:3-Entscheidung um den deutschen Meistertitel, zwei Stichrunden und damit vier Stunden Jazz und Modern/Contemporary auf höchstem Niveau. Der 1.TC Ludwigsburg holt mit seiner Gruppe Dance Works den deutscher Meistertitel der Formationen JMC.

Innovative Choreographie mit risikoreichen Effekten: Die Dance Works-Formation des TC Ludwigsburg. Foto: privat
Innovative Choreographie mit risikoreichen Effekten: Die Dance Works-Formation des TC Ludwigsburg. Foto: privat

Ludwigsburg. Mit Platz zwei fest im Visier waren die Ludwigsburgerinnen am vergangenen Wochenende zur deutschen Meisterschaft beim Topfavoriten, dem ASV Wuppertal, gefahren. Am Ende holten die „Dance Works“ des TCL überraschend den Meisterpokal der Formationen Jazz Modern Contemporary Dance in den Händen.

Ganz leise wurde es nach dem Finale bei der offenen Wertung. Die sieben Wertungsrichterinnen zückten zuerst für Wuppertal die Wertungstafeln. Bei der Wertung 1-1-2-2-3-2-1 ging ein erstes Raunen durch die Halle. Vier Einsen waren also noch übrig. Nun hieß es für Dance Works bangen. Als dann endlich die Wertungstafeln für die Ludwigsburgerinnen hochgehalten wurden, gab es kein Halten mehr. Mit der Wertung 2-3-1-1-1-1-2 holten sich die JMC-Tänzerinnen aus Ludwigsburg ihren ersten DM-Titel der Formationen.

Innovative Choreographie und risikioreiche Effekte

Mit Verletzungspech und Corona-Ausfällen starteten die TCL-Tänzerinnen im April in die diesjährige Bundesligasaison. Mit einer starken Formation bestritten sie die vier Bundesliga-Turniere mit Bravour und sicherten sich zum Abschluss Rang 2 in der Tabelle der 1. Bundesliga. Den Saison-Höhepunkt aber bildet in jedem Jahr die deutsche Meisterschaft der Formationen im nordrhein-westfälischen Wuppertal. Die Vorbereitungen für die DM hätten besser nicht laufen können. Carina Fege, zu Jahresbeginn noch verletzt und eine der Leistungsträgerinnen der Mannschaft, kehrte auf die Fläche zurück. Zusätzlich konnte Dance Works mit Alisa Illenberger eine neue Turniertänzerin verpflichten, die eine professionelle Tanzausbildung absolviert.

„Wenn wir die DM in voller Besetzung zu zwölft tanzen können, wäre das meine absolute Wunschvorstellung“, sagte Trainerin Anna Hanke vor dem Turnier. Und so kam es auch: Mit insgesamt zwölf Tänzerinnen fuhr der 1. TCL samt mitgereister Fans ins bergische Land. Bei Außentemperaturen von 36 Grad tanzten die 15 besten Formationen Deutschlands insgesamt drei Runden inklusive zweier Stichrunden. „Dass wir das konditionell durchhalten, hätte ich nicht für möglich gehalten“, staunte Tänzer-Trainerin Jana Pfeiffer. Die tatsächlichen Temperaturen in der Halle lagen noch einmal einige Grade höher und verlangten von den Tänzerinnen und Tänzern alles ab. Dance Works tanzte einen sauberen ersten Durchgang und zog klar in die Zwischenrunde ein. Diese meisterten die erfahrenen Tänzerinnen, die in den vergangenen Wochen n der Präsentation und Ausdrucksstärke feilten, ebenfalls.

Qualifikation für Europa- und Weltmeisterschaft

Im 7er Finale starteten die Ludwigsburgerinnen dann als Vierte. Der mehrfache deutsche Meister „Arabesque“ vom ASV Wuppertal eröffnete das Finale und setzte die Messlatte sehr starken Technik und einer beeindruckenden Synchronität nach ganz oben. Dance Works bestach abermals mit einem guten Durchgang und innovativer Choreographie sowie mit risikoreichen Effekten und zeigte zum dritten Mal an diesem Tag eine Bestleistung. Dance Works ist somit erstmalig für die Europameisterschaften im September in Nordmazedonien und wiederholt für die Weltmeisterschaften im Dezember in Ägypten qualifiziert.

Autor: