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Stühlerücken vor Saisonstart der Landesliga

Einmal Aufstieg, einmal Top-Ten-Platzierung und zweimal Klassenerhalt: Mit diesen Zielen gehen die vier Vertreter aus dem Kreis Ludwigsburg in die Fußball-Landesliga. Während der FV Löchgau nach oben und der SV Kornwestheim sich etablieren will, peilen der TV Pflugfelden und Germania Bietigheim den Ligaverbleib an.

Daniel Zmpitas. Foto: Baumann
Daniel Zmpitas. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Vor dem Saisonstart ist die Corona-Problematik aber auch bei den Landesligisten ein großes Thema. „Bei uns muss jeder Urlaubsrückkehrer einen negativen Test vorweisen. Sonst darf er nicht wieder ins Training einsteigen“, erzählt etwa Daniel Zmpitas, der Coach des TV Pflugfelden.

Noch viel direkter war sein Löchgauer Kollege Thomas Herbst mit der Pandemie konfrontiert. „Wir hatten einen Coronafall in der Mannschaft. Zum Glück wurde der Spieler bei der Rückkehr aus dem Urlaub gleich am Flughafen positiv getestet und hatte keinen Kontakt mit dem Rest des Teams“, berichtet er. Der Betroffene habe kaum Symptome entwickelt und er durfte nun eigentlich wieder ins Training einsteigen, doch beim FVL war man vorsichtig: „Wir haben uns erst beim Gesundheitsamt abgesichert. Schließlich habe ich die Verantwortung für eine ganze Gruppe“, betont Herbst.

Und mit dieser hat er an den insgesamt 38 Spieltagen der kommenden Runde eine Menge vor. Klipp und klar den Aufstieg hat man sich in Löchgau zum Ziel gesetzt. „Vergangene Saison haben wir den Start verpatzt. Ab dem 5. Spieltag punkteten wir aber genauso gut wie die Spitzenteams“, erklärt der FVL-Trainer und findet: „Unsere Jungs brauchen Ziele.“ Zu schlagen seien dafür vor allem die Sportfreunde Schwäbisch Hall, die allenthalben als Topfavorit angesehen werden.

Personell setzt man beim FVL in erster Linie auf Kontinuität. Fünf Abgängen, unter denen der Verlust Alexander Jordans (SG Bad Wimpfen) richtig schmerzt, stehen mit Paul Haile und Mert Seker (beide eigene U19) lediglich zwei Neue gegenüber. Jannis Feufel, Paul Weber und Pascal Conti sind zudem drei gefühlte Neuzugänge.

Mehr Stühlerücken gab es beim TV Pflugfelden, wo Trainer Daniel Zmpitas mit zehn neuen Gesichtern die Vorbereitung aufnahm. Deutlich verjüngt und verbreitert hat man den Kader, denn bis auf Dimi Karagiannis, der nach einem halben Jahr wieder vom AKV Ludwigsburg zurückgekehrt ist, kamen ausschließlich Talente, die Zmpitas zumeist schon als Jugendtrainer unter seinen Fittichen hatte. Direkte Verstärkungen könnten Marcel Potocnik (Außenbahn defensiv) und Tarik Kudic (zentrales Mittelfeld) werden, die beide aus der U19 des SGV Freiberg kamen. Mit den Youngsters Philipp Laux und Antonios Tsiouralis konkurrieren zudem zwei der Neuen um die Planstelle im Tor. Gegangen sind mit Rui Carvalho (TSG Backnang), Flamur Gervalla (SKV Rutesheim) und André Sirianni (Calcio Echterdingen) aber auch wichtige Akteure. „Wir haben viel Potenzial, aber eine sehr junge Truppe. Ziel muss in dieser Saison der Klassenerhalt sein“, sagt Coach Zmpitas auch mit Blick auf mindestens sechs direkte Absteiger.

Andreas Eschenbach, der neue Coach von Germania Bietigheim, geht mit identischer Zielstellung in die Runde. „Ich rechne mit drei bis vier Teams vorne, zweien im Niemandsland dahinter und der Rest kämpft um den Klassenerhalt“, prognostiziert er. Mit Blick auf seinen Kader sieht Eschenbach „einen halben Umbruch“. Vor allem in der Offensive muss man nun ohne Daniele Cardinale (Echterdingen), Ayhan Erkilic (Croatia Bietigheim) und Dominik Wolter (Neckarwestheim) neu aufbauen. Auch der Verlust des bisherigen Kapitäns Alex Felger, der wegen eines Kreuzbandrisses ein Jahr als Co-Trainer in der Kreisliga einlegt, schmerzt. Dem stehen sieben externe Zugänge gegenüber, von denen der in Freiberg ausgebildete Leon Baumeister und Leon Haufe (FSV 08 Bissingen II) bislang den meisten Eindruck hinterließen. Größtes Pfund dürfte die mit Baumeister noch einmal gestärkte Defensive sein.

Trauben hängen hoch beim SVK

Etwas höher legt man beim SV Kornwestheim in der zweiten Landesligasaison die Latte: „Mein Ziel ist ein Platz unter den ersten 10“, erklärt Trainer Sascha Becker. Man habe sich zwar „sinnvoll und selektiv verstärkt“, setzt aber zuvorderst auf Kontinuität und die „Weiterentwicklung der Mannschaft“. Lediglich zwei Ergänzungsspieler verließen den SVK, denen vier entwicklungsfähige Neue gegenüberstehen.

Als sofortige Verstärkung sollte sich Defensivallrounder Luka Milenkovic (Backnang) erweisen. „Für seine 20 Jahre ist er auf dem Platz auch verbal schon sehr präsent“, lobt Becker. Auf Anhieb überzeugen konnte zuletzt auch der junge Abdnour Chettibi (VfR Aalen U 19).

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