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Thermanns SGV in Findungsphase

Yannick Thermann eröffnete die Spielzeit des SGV Freiberg mit seinem ersten Saisontrefferfür den Fußball-Oberligisten. Doch das Team vom Wasen ist auch vor dem Spiel morgen (14 Uhr) gegen Pforzheim noch in der Findungsphase.

Freibergs Yannick Thermann (Mitte) im Duell mit Nicolas Jüllich (links) von seinem Ex-Club Sonnenhof Großaspach. Foto: Baumann
Freibergs Yannick Thermann (Mitte) im Duell mit Nicolas Jüllich (links) von seinem Ex-Club Sonnenhof Großaspach. Foto: Baumann

Freiberg. .„Uns fehlen einige Wochen Vorbereitungen“, betont der neue SGV-Defensivakteur Yannick Thermann. Nun hagelt es schon Hiobsbotschaften: Die Freiberg-Institution Hakan Kutlu erwischte es in Backnang mit einem Kreuzbandriss. Neuer Schock: Kapitän Marco Grüttner verletzte sich am Mittwoch – Verdacht: Handbruch, Einsatz nahezu ausgeschlossen. Umso mehr ist der SGV auch trotz des Drittrundenerfolgs gegen den Regionalligisten voll in der Findungsphase. Erst stieg Milorad Pilipovic auf dem Wasen in die Saison ein, nach der Trennung leitete Evangelos Sbonias den Kader an. Kontinuität sieht anders aus. Vor der Runde stießen knapp 20 Neue schrittweise hinzu, Christian Mauersberger war etwa lange noch für den FC Rielasingen-Arlen im Südbaden-Pokal eingebunden.

Sonderlob für Thermann von Sportdirektor Christian Werner

„Hohe Intensität“ unter Wettkampfbedingungen sei nach Thermann nun das Gebot, um aus Einzelkönnern ein Team zu formen. Am 1,73 kleinen Thermann lässt sich die SGV-Situation gut verdeutlichen: Der in Hoffenheim ausgebildete 26-Jährige hatte nach Regionalliga-Stationen Hoffenheim II und Stuttgarter Kickers nach zwei Drittliga-Spielzeiten auf dem Sonnenhof in der vorigen Saison gar keinen Club. Nicht wegen Corona also monatelang keinen Wettkampf, sondern ein ganzes Jahr kein einziges Pflichtspiel.

Die Qualität im Kader blitzte aber bereits auf: Der in Backnang im linken Mittelfeld aktive Thermann rückte in der 14. Minute mutig in die Spitze und traf zum ersten Freiberg-Oberligator in dieser Runde. Danach tauchte er erneut in bester Position auf, doch der Schiedsrichter pfiff Abseits. Nach dem späten 1:1 kauerte er auf dem Rasen und ärgerte sich: „Wir hätten dreimal den Sack zumachen müssen.“

Ein Sonderlob zollte ihm SGV-Sportdirektor Christian Werner: „Schon in der Vorbereitung haben wir seine brutale Torgefahr gesehen.“ Wegen muskulären Problemen musste er da gleich wieder pausieren. Die Phase ist schwierig, bei Thermann und dem SGV. „Wir brauchen jetzt Spiele und Geduld“, fordert SGV-Präsident Emir Cerkez. Coach Sbonias weiß jedoch, dass dies bei seinem Topkader ein rares Gut sein dürfte: „Wir müssen die Balance schaffen, in Tritt kommen und gleichzeitig Resultate liefern.“ Mit Dominik Salz, Johnathan Zinram und Julian Grupp haben drei SGV-Neuzugänge eine Pforzheim-Historie. Morgen treffen sie auf einen 1. CfR, der gegen den TSV Ilshofen spät einen Rückstand in ein 2:1 verwandelte.

Die Bissinger reisen nach dem souveränen 3:0-Erfolg gegen den SSV Reutlingen mit viel Selbstvertrauen nach Sandhausen, die ein 1:1 in Villingen schafften. Das Team von Alfonso Garcia zeigte sich auch am Dienstag im wfv-Achtelfinale beim 3:1 in Pfullingen bereits in einer beachtlichen Frühform.

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