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VfB Neckarrems verliert Spiel und seinen Abwehrchef Rief

Verbandsliga: VfB nach 0:4-Niederlage gegen Türkspor Neu-Ulm auf Abstiegskurs – TSV Heimerdingen scheitert beim 0:3 in Berg an der Chancenverwertung

VfB-Coach Markus Koch.Foto: Baumann
VfB-Coach Markus Koch. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Eine „englische Woche“ zum Vergessen mit jeweils null Punkten ging am Samstag für die Fußball-Verbandsligisten VfB Neckarrems und TSV Heimerdingen zu Ende: Der TSV unterlag mit 0:3 in Berg, der VfB verlor 0:4 gegen Türkspor Neu-Ulm und obendrein seinen Abwehrchef Sebastian Rief.

„Erschreckend, so etwas habe ich in 50 Jahren Fußball noch nicht erlebt“, war VfB-Trainer Markus Koch auch nach dem Abpfiff noch angefasst. Kurz nach der Halbzeit war Routinier Sebastian Rief beim Versuch, an der Außenlinie mit dem Kopf zu klären, mit vollem Tempo in das Hartplastik der Auswechselbank hineingerauscht. Die Kopfwunde blutete stark, die Partie war lange unterbrochen, der Rettungswagen kam.

„Ein Schnittwunde“, konnte Koch tags darauf Entwarnung geben. Rief, einer der wenigen Stabilitätsanker im Team, wird dennoch lange fehlen, denn ihm droht nun eine Schulter-OP. Die Partie, in der zuvor schon ein verletzter Gästespieler abtransportiert werden musste, geriet da fast zur Nebensache.

Mit 0:1 lag der VfB bei Riefs Ausscheiden hinten, hatte vor der Pause zwar die besseren Chancen, traf aber wieder einmal nicht. Nach der Unterbrechung wurde es äußerst zerfahren. „Da war bei alle der Stecker gezogen“, fand Koch. Ein Sonntagsschuss zum 0:2 (75.) ließ Neu-Ulm schließlich endgültig auf die Siegerstraße einbiegen. Für die Remser, denen derzeit nichts gelingen will, und die nach der sieben Pleite in Folge klar auf Abstiegskurs liegen, verschoss Emanuel McDonald bezeichnenderweise noch einen Elfmeter.

Neckarrems: Volkert – Bauer, Rief (58. Aslani), Ahmeti, Riedlinger – Slawig (70. Calemba), Läubin, Milenkovic, Nkem (87. Nicoletti) – Kenniche (87. Dogansoy), McDonald.

Tore: 0:1 Bagceci (39.), 0:2 Fidan (75.), 0:3 Barwan (77.), 0:4 Tastan (90.).

70 starke Minuten reichen nicht

70 starke Minuten zeigte der TSV Heimerdingen beim TSV Berg, doch am Ende hieß es 0:3. „Heute sind wir an unserer Chancenverwertung gescheitert“, urteilte TSV-Trainer Daniel Riffert. Ein kurioses Gegentor zum 0:1 (71.), als eine Bogenlampe noch leicht die eigene Torlatte touchierte und deshalb für den auf der Linie abwehrbereiten Gabriel Fota nicht zu erreichen war, leitete die Niederlage ein.

Heimerdingen: Emmrich – Maliqi, Fota, Schlichting, Pellegrino – Pietruschka (82. Gutsche), Di Matteo (87. Diakiesse), Schieber, Grau (87. Brunner) – M. Ancona (87. Offei), Rampp.

Tore: 1:0 Caltabiano (71.), 2:0 Demircan (82.), 3:0 Wanner (87.).

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