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Die Skisaison läuft wieder an

Geschäfte in der Region gehen nicht von Engpässen bei Material und Bekleidung aus – Auch Servicebereich beginnt

Der Berg ruft: Schon bald zieht es Skifahrer und Snowboarder nach langer Corona-Zwangsabstinenz wieder auf die Pisten. Ein Service bei den Profis kann da bestimmt nicht schaden. Foto: Tobias Hase/dpa
Der Berg ruft: Schon bald zieht es Skifahrer und Snowboarder nach langer Corona-Zwangsabstinenz wieder auf die Pisten. Ein Service bei den Profis kann da bestimmt nicht schaden. Foto: Tobias Hase/dpa

Ludwigsburg/Murr/Heilbronn. Pisten, Pulverschnee und pures Skivergnügen – darauf mussten die Wintersportler im vergangenen Coronawinter verzichten. Ein fast totaler Ausfall für die Skiläufer und die von ihnen lebenden Orte in den Alpen und im Schwarzwald. Doch der Berg ruft, die Wintersportler scharren kurz vor dem Start in die Saison quasi mit ihren Skiern in den Startlöchern. 3G, 2G, Maskenpflicht auf Pisten, in den Seilbahnen oder im Hotel? Macht nix, Hauptsache, der Schnee staubt bei der Abfahrt. Fast 58 Prozent der Deutschen haben laut einer Yougov-Umfrage einen Wintersporturlaub geplant.

Nicht wenige Wintersportler müssen sich für die Saison mit neuem Material oder aktueller Ski-Bekleidung, Sonnenbrillen oder Helmen ausstatten, ihre Skier und Bindungen warten und neu einstellen lassen. Auf einen möglichen Ansturm haben sich die Wintersport-Spezialisten in der Region bereits eingestellt. Kann es dennoch zu Lieferengpässen kommen? „Wir haben volle Regale“, sagt Daniel Kleindienst. „Uns wird das Material nicht ausgehen“, zeigt sich der Geschäftsführer von Decathlon in Ludwigsburg überzeugt. „Wir haben einen guten Bestand – auch beim gesamten Zubehör und warmer Funktionsunterwäsche, aber auch Mützen und Handschuhe.“ Bereits jetzt kann man seine Skier warten und einstellen lassen. Seit 1.November gibt es bei Decathlon einen speziellen Express-Skiservice. Innerhalb eines Werktages, so die Hinweisschilder, bekommt man seine Skier wieder.

Sehr optimistisch sieht auch Elmar Laibacher den Start in die weiße Saison. Laibacher, Chef von Sport-Schwab in Murr, rechnet damit, dass der gesamte Alpin-Bereich sehr gut laufen wird. „Die Leute haben Nachholbedarf“, sagt Laibacher. Schon würden die Leute anrufen und fragen, was man da habe. Oder ob sie schon ihre Skier vorbeibringen könnten. Die Skibörsen in Ludwigsburg und Erdmannhausen seien bereits sehr gut besucht gewesen – ein erster Hinweis auf eine gute Saison. „Vor allem Kindersachen sind super gelaufen“, weiß Laibacher. Erfahrungsgemäß laufe das Geschäft im November an. Aber erst im Dezember wisse man, was wirklich gehe. „Die Hochzeit im Wintersportgeschäft dauert dann etwa bis zu den Faschingsferien an.“

Einige bringen schon jetzt ihre Skier bei Sport-Schwab vorbei, um einen Service zu machen. „Das sind die Skifans, die bald auf die Gletscher wollen“, weiß Laibacher. Von November an hat er dann im Schnitt 40 bis 50 Paar Skier zum Service – pro Woche. In der Saison kommen so 700 bis 800 Paar zusammen. „Letztes Jahr war durch die Coronapandemie ein Totalausfall“, erinnert er sich.

Auch bei der Sport-Werkstatt in Gerlingen, die vor allem auf den Alpin-Bereich spezialisiert ist, hat es bereits im Oktober eine deutliche Belebung beim Skiservice gegeben. „Bisher haben etwa 50 Skiläufer ihre Skier vorbeigebracht“, sagt Meike Weiß von der Geschäftsführung – doppelt so viele wie sonst in dieser Jahreszeit. „Alles Leute, die so bald wie möglich auf die Gletscher wollen“, betont Weiß. Der Verkauf liege bisher im normalen Rahmen. Manche Skisportler seien in den vergangenen Monaten auf Schnäppchenjagd gegangen und hätten sich bereits mit einer neuen Ausrüstung eingedeckt. Daher habe die Sport-Werkstatt auch in normalem Umfang bestellt. „So wie in jeder Saison auch.“

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