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dm-Drogeriemarkt legt im Kreis zu

Trotz Coronapandemie ein Wachstum von 3,2 Prozent erzielt – Vor allem Onlinebestellungen sind deutlich gestiegen

Kam recht gut durch die Coronakrise: der dm-Drogeriemarkt. Foto: Uli Deck/dpa
Kam recht gut durch die Coronakrise: der dm-Drogeriemarkt. Foto: Uli Deck/dpa

Ludwigsburg. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.“ Der für den Kreis Ludwigsburg zuständige Gebietsverantwortliche für die hiesigen zehn dm-Drogeriemärkte, Tobias Trinkle, ist durchaus zufrieden, wie seine Filialen und auch der Konzern durch die Coronazeit gekommen sind.

„Wir hatten das Jahr gut gestartet, dann kam die Megadelle und jetzt wird es wieder besser, sagte Trinkle am Donnerstag im Gespräch mit unserer Zeitung. Das Vorjahresniveau sei fast wieder erreicht. Dennoch: Die Coronapandemie hat das Wachstum auch beim dm-Konzern gebremst. Dagegen konnte Trinkle mit seinen dm-Drogeriemärkten im Kreis fürs Geschäftsjahr 2019/2020 (30. September) den Umsatz sogar leicht steigern, um 3,2 Prozent (Vorjahr: 2,9 Prozent) auf etwa 50,6 Millionen Euro. Damit liegt er leicht über dem Wachstum des gesamten Konzerns, der eine Steigerung um 2,9 Prozent (Vorjahr: 4,6) auf 11,2 Milliarden erzielte. Grund für den Rückgang waren im Kreis wie auch bundesweit hauptsächlich die fehlende Kundenfrequenz bei dm-Drogeriemärkten in Bahnhöfen, Einkaufscentern und Citylagen während des Lockdowns. „Beispielsweise beim dm-Markt im Ludwigsburger Bahnhof fehlten plötzlich die Pendler und Schüler als Kunden“, so Trinkle. Der Lockdown wirkte sich auch auf das Einkaufsverhalten der Kunden aus. Sehr positiv wirkte sich dagegen die im vergangenen Jahr begonnene Ausweitung des Onlinegeschäfts mit Abholservice in den Filialen aus. Der Umsatz mit dem Onlineverkauf sei um 100 Prozent gestiegen, so Trinkle; wobei über 50 Prozent der Bestellungen sogar schon über die dm-App am Smartphone erfolgte. Und wer sich die Produkte nicht nach Hause schicken lassen will, „der kann sie innerhalb von drei Stunden im dm-Markt abholen“, so Trinkle. Das sorgte auch im Lockdown für eine Auslastung der Filialen, die alle offen hatten und wo alle Mitarbeiter anwesend waren. Trinke: „So konnten wir auch Kurzarbeit vermeiden.“

Allerdings sei für die 182 Mitarbeiter im Kreis in der Coronazeit der Umgang mit den Kunden, die sehr unterschiedlich reagierten, „schon eine Herausforderung“. Und auch die Sorge um die eigene Gesundheit beschäftigte die Kolleginnen und Kollegen – immerhin hatten sie in den zehn Filialen im Kreis mehr als 3,1 Millionen Kundenkontakte. So hat dm allein für hiesige Märkte etwa 60000 Euro für Mundschutzmasken, Desinfektionsmittel, Handschuhe, Spuckschutz und Gangtrennwände ausgegeben.

Trotz der derzeitigen Herausforderungen hält Trinkle im Kreis am Ziel fest, weitere dm-Märkte aufzubauen, und ist inzwischen einen Schritt weiter. Zu den bisherigen dm-Märkten in Ludwigsburg (3), Bietigheim (2), Asperg, Murr, Gemmrigheim, Kornwestheim und Vaihingen kommt im Herbst nun ein elfter Fachmarkt hinzu, und zwar in Ditzingen-Hirschlanden.

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