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Genossenschaftsbanken im Landkreis auf Fusionskurs

Volksbank Ludwigsburg, VR-Bank Asperg-Markgröningen und VR-Bank Neckar-Enz nehmen Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss auf

Drei Genossenschaftsbanken im Kreis Ludwigsburg planen ihre Fusion. Foto: Holm Wolschendorf
Drei Genossenschaftsbanken im Kreis Ludwigsburg planen ihre Fusion. Foto: Holm Wolschendorf

Kreis Ludwigsburg. Die Bankenlandschaft im Kreis Ludwigsburg kommt in Bewegung: Drei Genossenschaftsbanken planen ihre Fusion. Die VR-Bank Asperg-Markgröningen, die Volksbank Ludwigsburg und die VR-Bank Neckar-Enz haben am Dienstag mitgeteilt, dass sie Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss aufgenommen haben. Am Mittwoch wollen die Geldinstitute weitere Details bekanntgeben.

Falls die Fusion gelingt, würde eine Genossenschaftsbank mit einer Bilanzsumme von gut 5,4 Milliarden Euro entstehen. Rund 750 Mitarbeiter wären bei ihr beschäftigt. Im Landkreis Ludwigsburg wäre sie mit etwa 60 Filialen präsent.

Die fusionierte Bank würde im Wettbewerb mit anderen Banken in der Region Stuttgart und auch landesweit eine gewichtigere Rolle spielen. Zum Vergleich: Die Volksbank Stuttgart als größte Volksbank in Baden-Württemberg hat eine Bilanzsumme von gut sieben Milliarden Euro und ist mit rund 100 Standorten in der Region Stuttgart vertreten.

Mit dem derzeit tiefgreifenden Umbruch in der Bankenbranche begründen die drei Genossenschaftsbanken ihre Fusionsabsicht. Mit dem Zusammenschluss wollten sie sich gegen die Niedrigzinsphase und Negativzinsen stemmen, teilten sie am Dienstag gemeinsam mit. Zudem wollten sie zusammen die Herausforderungen der Digitalisierung und des wachsenden Kostendrucks meistern. Inwieweit die Coronapandemie die kritische Situation der Banken noch verschärfe, sei nicht absehbar.

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