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Unternehmen bereit für Impfstart

Betriebe im Landkreis Ludwigsburg sehen sich für die Impfkampagne gut gerüstet – Sorge wegen Vakzinmangels

Die Vorbereitungen für die betriebliche Impfung laufen. Foto: Cecilia Fabiano/dpa
Die Vorbereitungen für die betriebliche Impfung laufen. Foto: Cecilia Fabiano/dpa

Kreis Ludwigsburg.. Am 7. Juni soll es mit den Impfungen in den Betrieben beginnen. Die Unternehmen werden damit Teil der Impfkampagne im Land. Die Firmen im Landkreis Ludwigsburg sehen sich gut vorbereitet. Unsicherheit besteht allerdings darüber, ob genügend Impfstoff vorhanden ist.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ludwigsburg hat ihre Mitgliedsunternehmen mit Informationsmaterial zur betrieblichen Impfaktion versorgt. „Im Juni und Juli müssen wir möglichst viele impfen, damit wir keinen schwierigen Herbst bekommen“, sagt Reiner Boucsein, der stellvertretende Geschäftsführer der IHK-Bezirkskammer Ludwigsburg. Der springende Punkt sei nun, dass genügend Vakzin vorhanden ist. Bisher habe er noch keine Rückmeldungen der Betriebe über die gelieferte Menge. Die IHK stehe mit den Betrieben im Dialog und verfolge, wie sich die Impfkampagne vom 7. Juni an entwickelt.

„Wir haben in den vergangenen Wochen sehr intensiv an der Planung einer betriebsinternen Impfkampagne gearbeitet“, sagt Andreas Wallbillich, Pressesprecher des Ludwigsburger Filterherstellers Mann+Hummel. Das Unternehmen mit insgesamt 22000 Mitarbeitern habe dafür auf Erfahrungen zurückgreifen können, die es an seinem Standort im bayerischen Marklkofen gemacht habe, der zu einem Modellprojekt gehörte, bei dem die bayerische Landesregierung in zehn ausgewählten Unternehmen Betriebsimpfungen getestet hat. In Ludwigsburg werde Mann+Hummel die Räume des Betriebsarztes für die Impfungen nutzen. Alle notwendigen Vorbereitungen seien getroffen worden. Von der Verfügbarkeit des Impfstoffes hänge nun ab, wann genau die Aktion gestartet werden könne.

Auch beim Hemdenhersteller Olymp, der insgesamt gut 900 Mitarbeiter hat, steht man in den Startlöchern. „Der Impfstoff ist bestellt, die personellen Kapazitäten und nötige Infrastruktur sind vorhanden“, teilt der geschäftsführende Gesellschafter Mark Bezner mit. Das Unternehmen sei in der Lage, „die Maßnahme in kürzester Zeit für alle am Firmensitz in Bietigheim-Bissingen beschäftigten Personen durchführen zu können“, sobald er Impfstoff zur Verfügung steht.

Der Möglinger Softwarespezialist USU hat in Zusammenarbeit mit fünf Betriebsärzten die organisatorischen Rahmenbedingungen für die Impfaktion geschaffen. „Sobald der Impfstoff kommt, sind wir bereit“, sagt Pressesprecher Falk Sorge. In den Büroräumen sei eine Impfinfrastruktur aufgebaut worden. Sorge geht davon aus, dass sich die überwiegende Mehrheit der 150 Mitarbeiter am Stammsitz in Möglingen im Betrieb impfen lassen wird. Bundesweit hat USU 250 Mitarbeiter.

Beim Werkzeughersteller und Spannmittelspezialisten Hainbuch in Marbach laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Es werde in Abstimmung mit dem Betriebsarzt alles in die Wege geleitet, um in Marbach zu impfen, teilt Pressesprecherin Melanie Bernard mit. Dafür könnten sich die Mitarbeiter bis zum 10. Juni registrieren lassen. In Marbach und an zwei weiteren Standorten hat Hainbuch 600 Mitarbeiter. Derzeit werde noch geprüft, ob die Mitarbeiter an den Hainbuch-Standorten im Hohenlo- hischen Niederstetten oder in Satteldorf (Landkreis Schwäbisch Hall) vor Ort oder in Marbach geimpft werden sollen. Ein Unsicherheitsfaktor sei noch, dass das Unternehmen noch nicht wisse, wie viele Impfdosen ihm zur Verfügung stehen.

Die Mitarbeiter des Motorsägenherstellers Stihl können sich laut Mitteilung ab dem 8. Juni in einem betriebseigenen Impfzentrum in Waiblingen-Neustadt impfen lassen. Auch an allen anderen Standorten in Deutschland erhalten Beschäftigte Impfangebote. Stihl hat in Ludwigsburg einen Logistikstandort mit 235 Mitarbeitern. In Waiblingen gebe es eine Gesamtkapazität von täglich 300 Impfungen. Die Auslastung sei davon abhängig, wie viel Impfstoff zur Verfügung steht.

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