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USU: Rekordumsatz im Coronajahr

Digitalisierungstrend beschert Softwareunternehmen gute Geschäfte – Auftragsbestand so hoch wie noch nie

Am USU-Stammsitz in Möglingen arbeiten 219 Menschen. Foto: USU/p
Am USU-Stammsitz in Möglingen arbeiten 219 Menschen. Foto: USU/p

Möglingen.. Vom Digitalisierungsschub im Coronajahr hat auch die USU-Software AG profitiert. Das Unternehmen mit Stammsitz in Möglingen hat erstmals in seiner Firmengeschichte beim Umsatz die Marke von 100 Millionen Euro übertroffen. Die USU-Softwarespezialisten steigerten laut Mitteilung den Konzernumsatz um 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 107,3 Millionen Euro. Als Umsatztreiber nennt das Unternehmen das starke Geschäft mit Software-as-a-Service (SaaS) und mit der Beratungstätigkeit. Die USU-Gruppe zählt 732 Mitarbeiter (Vorjahr: 711). In Möglingen sind 219 Menschen beschäftigt (Vorjahr: 216). Insgesamt zeigt sich das Unternehmen mit dem vergangenen Geschäftsjahr sehr zufrieden und spricht von einem Rekordjahr.

Auch für das laufende Geschäftsjahr ist der USU-Vorstand optimistisch. Zwar sei mit einer coronabedingten Investitionszurückhaltung vieler Unternehmen zu rechnen, dennoch werde ein leichtes Umsatzwachstum und eine gleichzeitige Steigerung des Betriebsergebnisses (bereinigten Ebit) auf mindestens neun bis zehn Millionen Euro erwartet. Grund für die Prognose sei der neue Rekord beim Auftragsbestand, der sich gegenüber dem Vorjahr um 25,7 Prozent auf 61,9 Millionen Euro erhöht habe.

Wegen des Digitalisierungstrends und damit verbundener zahlreicher Neuaufträge sind im vergangenen Jahr bei USU vor allem die Beratungserlöse überdurchschnittlich gestiegen. Sie lagen mit einem Umsatz von 60,2 Millionen um insgesamt 20,6 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Zugleich profitierte USU nach eigenen Angaben von einem sehr starken Cloud- und Wartungsgeschäft. So erhöhten sich laut USU die Wartungseinnahmen inklusive der Erlöse aus dem SaaS-Geschäft im Vorjahresvergleich um 13 Prozent auf 32,5 Millionen Euro, wovon 9,7 Millionen Euro (2019: 6,9 Millionen Euro) allein auf die SaaS-Erlöse entfielen. Dies entspreche einem Anstieg um 40,3 Prozent gegenüber 2019. Infolge des sehr hohen SaaS-Anteils an den Neuabschlüssen habe der Lizenzumsatz im Jahr 2020 mit 12,9 Millionen Euro um 13,8 Prozent unter dem sehr starken Vergleichswert des Vorjahres gelegen.

Die USU-Gruppe hat nach eigenen Angaben die Profitabilität gegenüber dem Vorjahr signifikant ausgebaut. So steigerte USU das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern gegenüber dem Vorjahr um 48,5 Prozent auf 9,2 Millionen Euro. Insgesamt verbesserte sich das Konzernergebnis laut Mitteilung im Berichtsjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf 5,5 Millionen Euro (2019: 5,3 Mio. Euro), was einem Ergebnis pro Aktie von 0,52 Euro (2019: 0,50 Euro) entspricht. Der Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft wollen am 6. Juli auf der Hauptversammlung eine Dividende von 0,40 Euro (2019: 0,40 Euro) je Aktie vorschlagen. (red)