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Wohnungspreise legen in der Region zu

Wer einen Kaufvertrag für eine Wohnung unterschreibt, muss heute im Raum Stuttgart acht bis zehn Prozent mehr zahlen als im Vorjahr.Foto: VRD Fotolia
Wer einen Kaufvertrag für eine Wohnung unterschreibt, muss heute im Raum Stuttgart acht bis zehn Prozent mehr zahlen als im Vorjahr.Foto: VRD Fotolia
Im Landkreis Ludwigsburg kostet der Quadratmeter 4020 Euro – Analyse untersucht Anstieg in 126 Kreisen

Nürnberg/Ludwigsburg/Stuttgart.. Die Immobilienpreise steigen im Süden Deutschlands weiterhin deutlich an. In 123 von 126 untersuchten Stadt- und Landkreisen verteuern sich die Angebotspreise von Eigentumswohnungen binnen eines Jahres. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Portals immowelt.de, für die die Angebotspreise von Bestandswohnungen zwischen 40 und 120 Quadratmeter untersucht wurden. In 88 Kreisen beträgt der Anstieg im Angebotszeitraum Januar bis Oktober 2020 und 2021 sogar mindestens zehn Prozent.

Die hohen Immobilienpreise sorgen bereits seit Jahren für eine wachsende Nachfrage und weiter steigende Preise. Zudem haben die Coronapandemie und damit verbunden die Homeofficepflicht, die auch häufig den Wunsch nach mehr Platz und Naturnähe ausgelöst hat, die Verschiebung der Nachfrage in den Speckgürtel von Großstädten verstärkt. Dies zeigt auch eine Studie des ifo-Instituts und immowelt zu den aktuellen Wohnpräferenzen.

Vor allem in ländlichen Regionen und kleineren Großstädten in Bayern und Baden-Württemberg wird Wohneigentum kostspieliger. An der Spitze sind die Preise zum Beispiel in Bad Kissingen (Bayern) um 32 Prozent im Mittel gestiegen – von 1680 auf 2220 Euro je Quadratmeter.

In Freiburg (5090 Euro) erhöhen sich die Quadratmeterpreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent. Damit ist die Stadt im Breisgau der teuerste Kreis im Südwesten und hat die Landeshauptstadt Stuttgart (4940 Euro; plus zehn Prozent) überholt. Den stärksten Anstieg unter den Großstädten verzeichnet Ulm. Während der Quadratmeter vor einem Jahr im Median noch 3640 Euro kostete, müssen Käufer aktuell mit 4240 Euro rechnen. Das ist ein Plus von 16 Prozent.

Der Landkreis Ludwigsburg legte fast moderat um acht Prozent auf 4020 Euro je Quadratmeter zu. Der Landkreis Heilbronn weist ein Plus von neun Prozent auf (3380 Euro), der Enzkreis (2900 Euro) und der Kreis Böblingen (4030 Euro) je ein Plus von zehn Prozent auf 2900 Euro. Um 14 Prozent legten die Preise im Rems-Murr-Kreis zu (3940 Euro).

Günstige Wohnungen finden Käufer im Südwesten in ländlichen Regionen. Allerdings ziehen selbst hier die Preise stark an. Die im Schwarzwald gelegenen Landkreise Freudenstadt (2030 Euro; plus 18 Prozent) und Calw (2470 Euro; plus 19 Prozent) verzeichnen deutliche Preiszuwächse. Der Neckar-Odenwald-Kreis weist mit 2210 Euro (plus 26 Prozent) sogar den stärksten Anstieg aller untersuchten Südwest-Kreise auf.

Nach wie vor sind allerdings die Eigentumswohnungen in München am teuersten. Nach einem Anstieg von elf Prozent kostet der Quadratmeter in der bayerischen Landeshauptstadt aktuell im Median 8490 Euro. Spitzenpreise müssen Käufer auch für Wohnungen im Münchner Umland zahlen. Die Landkreise München (6990 Euro; plus elf Prozent) und Starnberg (6670 Euro; plus fünf Prozent) weisen nach der Isar-Metropole die höchsten Wohnungspreise im Süden auf. In den Kreisen Dachau (6560 Euro; plus 15 Prozent), Bad Tölz-Wolfratshausen (5690 Euro; plus 21 Prozent) und Rosenheim (4910 Euro; plus 21 Prozent) sind die Preise sogar stärker gestiegen. Auch die kleineren Großstädte wie Augsburg (4470 Euro, plus 13 Prozent) und Ingolstadt (4500 Euro, plus 14 Prozent) weisen deutlich steigende Preise auf. Um 15 Prozent legten sie im Stadtkreis Würzburg zu – auf 3820 Euro.