Weststadt
Ludwigsburg | 09. März 2017

Elternhalt in Kaiserstraße ärgert Anwohner

Parkplätze sind rar und heiß umkämpft in der Weststadt, ein Parkkonzept bislang noch nicht in Sicht. Nun hat die Stadtverwaltung vor der Osterholzschule einen Elternhalt eingerichtet: Sieben der heiß begehrten Stellplätze müssen zwischen sieben und 14 Uhr für die Elterntaxis frei gehalten werden. Viele Anwohner sind empört.

Von Eltern gewünscht, für Anwohner und Parkplatzsuchende ein Ärgernis: Der neue Elternhalt vor der Osterholzschule in der Weststadt.Foto: privat
Von Eltern gewünscht, für Anwohner und Parkplatzsuchende ein Ärgernis: Der neue Elternhalt vor der Osterholzschule in der Weststadt.Foto: privat

Dass viele Eltern darauf bestehen, ihre Sprösslinge bis direkt an die Schule und nach Unterrichtsende von dort wieder nach Hause zu chauffieren, ist bekannt. Dass nun aber ausgerechnet in der Kaiserstraße ein Elternhalt eingerichtet wurde, obwohl hinter der Osterholzschule an der Rundsporthalle und damit praktisch mitten zwischen den dort angesiedelten Schulen ein großer Parkplatz besteht, können viele nicht verstehen.

„Unverhältnismäßig“, finden das viele Anwohner und Besitzer in der Gegend angesiedelter Betriebe, die sich zudem übergangen und missachtet fühlen, berichtet Hans Ulrich Jordan, Vorsitzender des Bürgervereins Weststadt und Pflugfelden. Er hat ihre Klagen bereits Baubürgermeister Michael Ilk übermittelt und will zudem die Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktionen für das Problem sensibilisieren.

Denn wirklich genutzt würde der Elternhalt vor allem kurz vor Schulbeginn und zwischen 12 und 13 Uhr. Im Zeitraum dazwischen müssten die Autofahrer auf der vergeblichen Suche nach einer Parklücke durch die Straßen kreisen, während die Haltebucht für Elterntaxis frei gehalten werden muss. Hier gilt bis 14 Uhr das eingeschränkte Halteverbot.

Und auch das verbittert die Anwohner: „An der Kaiserstraße gibt es etliche Häuserblocks ohne Tiefgarage, deren Bewohner sind auf die Parkplätze am Straßenrand angewiesen“, erklärt Jordan weiter. Aber auch nächtens könnten die begehrten Plätze am Elternhalt nicht genutzt werden, wenn man nicht gerade in aller Frühe – also vor sieben Uhr – wieder los zur Arbeit fährt.

„Es gab von Elternseite Hinweise auf gefährliche Situationen auf dem Schulweg“, berichtet Gerald Winkler, Leiter des städtischen Fachbereichs Sicherheit und Ordnung, auf Anfrage. Immer wieder seien vor Schulbeginn und nach Unterrichtsende in der Kaiserstraße die Fahrbahn, aber auch Gehwege und sogar Feuerwehrzufahrten durch Autos wartender Eltern blockiert gewesen, dazwischen jene Kinder, die tatsächlich noch zu Fuß zu den Schulgebäuden streben. Solche Elternhaltebereiche hätten sich bereits in Hoheneck, Oßweil und am Innenstadtcampus in der Solitudestraße bewährt. „Wir werden uns das im Stadtgebiet von Schule zu Schule anschauen und sehen, wo so ein Bereich Sinn macht und wo nicht“, kündigt Winkler an.

In der Kaiserstraße will die Verwaltung nun laut dem Fachbereichsleiter das Geschehen bis zu den Sommerferien beobachten und auch den Dialog mit den Anwohnern suchen. Danach soll über eventuelle nötige Anpassungen der Regelung entschieden werden.

Annette de Cerqueira
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