Ape-Treffen
Ludwigsburg | 20. Mai 2017

Entschleunigung auf drei Rädern

Am Neckar wird es über Himmelfahrt mächtig knattern. Im Jugendhaus in Neckarrems treffen sich Fans der italienischen Kult-Kleintransporter namens Ape aus ganz Deutschland.

Eingeladen haben sie die Ape-Freunde aus Poppenweiler. Das ist eine lose Gemeinschaft Gleichgesinnter, die sich die Hege und Pflege der italienischen Kultfahrzeuge zum Hobby gemacht haben. „Wir haben halt alle ein Rad ab“, beschreibt Thilo Braun, einer der Dreirad-Fans, die kleine Gruppe im Gespräch mit unserer Zeitung. Seit 2011 hat ihn das Ape-Fieber gepackt. Zunächst machte er sich als Beifahrer mit Schwager und Bruder auf den Weg zu Treffen anderer Ape-Fans. Vor zwei Jahren kaufte er sich dann selbst ein Fahrzeug. Jetzt haben die Poppenweiler Ape-Freunde zum ersten Mal Gleichgesinnte zu sich eingeladen und wollen ihnen vom 25. bis zum 27. Mai gerne zeigen, was das Neckartal zu bieten hat.

Für drei Tage wird die Wiese beim extra für das Treffen angemieteten Jugendhaus in Neckarrems zum Campingplatz. Die knatternden Zweitakter trudeln dort an Himmelfahrt um die Mittagszeit ein. Am Abend wird den Gästen schwäbische Küche und Livemusik geboten. Nach einem ausgiebigen Frühstück ist am Freitag, 26. Mai, von 13 bis 15 Uhr, eine Ausfahrt geplant, bei der die „Bienen“ (italienisch: ape) von Neckarrems über Hochdorf und Hochberg nach Poppenweiler und wieder zurück brummen.

Im Mittelpunkt des Treffens stehen aber das gemütliche Beisammensein und das Fachsimpeln mit Gleichgesinnten. Die Ape-Freunde Poppenweiler sorgen die ganze Zeit über für die Bewirtung ihrer Gäste. „Alles wird selbst gemacht, sogar die Spätzle“, so Thilo Braun. Und über Mangel an Helfern kann er nicht klagen. Bisher haben sich 35 Ape-Fahrer angemeldet. Thilo Braun und seine Mitstreiter sind mehr als zufrieden damit. „Wir hatten auf 30 Fahrzeuge gehofft, aber eher mit weniger gerechnet“, sagt Braun. Aus der Schweiz werden vier Dreiräder anreisen, weitere vier aus Hanau und auch aus dem Allgäu und der Ortenau haben sich Gleichgesinnte angemeldet. Ganz schön lange Strecken für die nicht gerade PS-starken Gefährte.

Freilich kommen auch „Bienchen“ aus der näheren Umgebung; beispielsweise aus Tamm und Freiberg. „Die freuen sich riesig darüber, dass endlich mal ein Ape-Treffen im Kreis Ludwigsburg stattfindet“, so Braun. Auch manche Besonderheit wird unter den Kultfahrzeugen sein: Eine Ape mit vier Sitzen und ein zum Wohnmobil umgebautes Dreirad haben sich angekündigt. „Das Treffen ist allerdings keine öffentliche, sondern eine von uns organisierte private Veranstaltung“, stellt Thilo Braun klar. Und was ist nun eigentlich das Faszinierende an einer Ape? „Man kann die Fahrt auf der Landstraße total genießen. Ganz gemütlich geht’s voran. Das ist echte Entschleunigung“, schwärmt Thilo Braun und freut sich auf seine nächste Fahrt mit dem Dreirad.

VON KRISTINA WINTER
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