Kreis Ludwigsburg
Ludwigsburg | 07. Juni 2017

Salzstock wäre für Haas infrage gekommen

Drei Ablagerungsorte kommen für den Bauschutt aus Neckarwestheim, der noch in diesem Jahr anfallen wird, theoretisch infrage. Landrat Rainer Haas favorisiert derzeit die beiden Deponien in Schwieberdingen und Vaihingen. „Sie sind für das Material geeignet“, sagte er am Freitag im Umweltausschuss des Kreistages erneut (wir berichteten).

Wert legt der Landrat auf die Feststellung, dass auch der unterirdische Salzstock in Bad Friedrichshall als Ablagerungsort passend gewesen wäre. Allerdings kassierte der Kreis von dort eine Absage des Betreibers. Dies verwundert vor allem die Freien Wähler. Der Fraktionschef Rainer Gessler: „Bis vor acht Jahren sind dort in großem Stil ähnliche Abfälle aus dem gesamten Bundesgebiet angenommen worden.“ Die Absage der Südwestdeutschen Salzwerke AG an Haas im vergangenen Dezember kam freilich ohne Begründung und lapidar auf vier Zeilen daher.

Nicht viel hält der Landrat von der Idee, den Atomschutt auf dem Gelände des Neckarwestheimer Atomkraftwerks abzulagern: „Ein Planfeststellungsverfahren würde mehrere Jahre dauern. Außerdem wären die in Neckarwestheim anfallenden Abfälle für eine eigene Deponie zu gering.“(phs)

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