deutsche eishockey-liga 2
Ludwigsburg | 20. April 2017

Steelers hilft nur noch ein Wunder

Die erhoffte Wende blieb aus: Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen verlor gestern Abend auch das dritte Finalduell der Best-of-seven-Serie gegen Frankfurt mit 2:4 und muss den Löwen vielleicht schon am Freitag zur DEL-2-Meisterschaft gratulieren.

Es geht nicht voran: Die Steelers mit Top-Scorer Matt McKnight (rechts) verlieren auch Spiel 3 gegen Frankfurt mit C.J. Stretch. Foto: Baumann
Es geht nicht voran: Die Steelers mit Top-Scorer Matt McKnight (rechts) verlieren auch Spiel 3 gegen Frankfurt mit C.J. Stretch. Foto: Baumann

Der Ausfall von Leistungsträgern tat den Steelers auch gestern weh: Für Freddy Cabana, der sich am Dienstag einer Kreuzband-OP unterzog, ist die Saison ja bereits beendet. Stürmerkollege David Wrigley, der nach einer Zerrung im ersten Finalspiel ausfiel, liegt wohl auch noch länger auf Eis. Spielmacher Justin Kelly musste ran, obwohl der Kanadier nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist.

Dennoch nahm Bietigheim von Beginn an viel Schwung auf und drängte auf eine schnelle Führung, die Marcus Sommerfeld in der 7. Minute um ein Haar verpasste. Dafür nutzte Frankfurt eine umstrittene Strafzeit gegen Bastian Steingroß zur Führung in der 12. Minute durch ein Powerplaytor von Clarke Breitkreuz. Glück hatten die Steelers, dass C.J. Stretch für die mittlerweile seit 17 Spielen ungeschlagenen Hessen in der 17. Minute nur den Innenpfosten traf.

Wie schon in den beiden ersten Finalpartien leistete sich Bietigheim auch gestern den ein oder anderen Aussetzer. So dürfte das zweite Gegentor durch Stretch in der 24. Minute Steelers-Coach Kevin Gaudet die Zornesröte ins Gesicht getrieben haben. Zudem zeigte Löwen-Keeper Brett Jaeger einmal mehr kaum eine Schwäche und ließ die Steelers-Angreifer schier verzweifeln.

Kurz vor der zweiten Drittelpause war dann doch noch das Scheibenglück auf Seiten des Vizemeisters. Ein abgefälschter Schuss von Steingroß fand in der 40. Minute den Weg ins Tor. Der Anschlusstreffer war verdient, denn Mitte des zweiten Drittels bekam Bietigheim die zuvor sehr souverän agierenden Löwen immer besser zu packen.

Die 4167 Zuschauer in der nicht ganz ausverkauften Ege Trans-Arena witterten Morgenluft, doch die Ernüchterung kam schnell. Nach 72 Sekunden im Schlussabschnitt überraschte Nils Liesegang Bietigheims Torhüter Sinisa Martinovic mit dem 1:3. Den Sack zu machte Lukas Laub mit dem 1:4 in der 52. Minute, ehe Steelers-Kapitän Adam Borzecki vier Minuten später noch auf 2:4 verkürzen konnte.

von karl-heinz ullrich
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