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Internet-Sensation

Trauer um berühmte Katze: «Grumpy Cat» ist tot

Ihre Mundwinkel schienen immer nach unten zu hängen: Als «Grumpy Cat» wurde eine Katze aus dem US-Bundesstaat Arizona zur Internet-Sensation und brachte ihren Besitzern viel Geld ein. Jetzt ist «Grumpy Cat» im Alter von nur sieben Jahren gestorben.

Grumpy Cat
«Grumpy Cat» wurde durch ihr mürrisches Gesicht zur Internet-Sensation. Foto: Richard Vogel/AP

Phoenix (dpa) - «Grumpy Cat» ist tot. Die zur Internet-Sensation gewordene Katze mit dem stets mürrischen Gesichtsausdruck sei bereits am Dienstag an Komplikationen nach einer Harnwegsinfektion gestorben, erklärten ihre Besitzer am Freitag auf dem offiziellen Twitter-Konto des Katzenstars.

Laut ihrer Webseite war «Grumpy Cat» sieben Jahre alt. «Sie ist am Dienstagmorgen friedlich in den Armen ihrer Mutter Tabatha eingeschlafen.»

So mürrisch die Katze, die eigentlich Tardar Sauce hieß, stets zu sein schien, so sehr brachten Bilder von ihr Millionen Menschen weltweit zum Lachen. «Sie war unser Baby und ein geliebtes Mitglied der Familie, aber 'Grumpy Cat' hat auch Millionen von Menschen weltweit zum Lächeln verholfen - auch wenn die Zeiten schwierig waren», hieß es in der Mitteilung ihrer Besitzer. «Ihr Geist wird weiterleben.»

Ihre Besitzer gaben der Katze den Spitznamen «Grumpy Cat», weil sie immer so aussah, als ziehe sie ihre Mundwinkel missbilligend nach unten. Schuld daran war allerdings ein genetisch bedingter kleiner Unterbiss, genannt «feliner Kleinwuchs». «Grumpy» heißt auf Englisch «grummelig» oder «mürrisch». «Grumpy Cat» bedeutet also «mürrische Katze».

Der Siegeszug der Katze geht auf ein Foto zurück, das der Bruder der Besitzerin im September 2012 auf der Diskussionsseite Reddit veröffentlichte. «Ich stelle euch 'Grumpy Cat' vor», schrieb er dazu. Das Foto und weitere verbreiteten sich rasend schnell und «Grumpy Cat» wurde zur bislang wohl bekanntesten Internet-Sensations-Katze. Zahlreiche Menschen dachten sich Sprüche zu den Fotos aus und veröffentlichten sie als sogenannte Memes im Internet, beispielsweise: «Ich hatte letztens einmal Spaß. Es war schlimm.»

Später folgten YouTube-Videos und eine eigene Webseite. Zuletzt hatte das Tier rund 8,5 Millionen Likes bei Facebook, 2,4 Millionen Anhänger bei Instagram sowie 1,5 Millionen bei Twitter und mehr als 264.000 Abonnenten bei YouTube. Die Besitzer lizenzierten das Gesicht der Katze für zahlreiche Fan-Artikel, sie spielte in Werbespots und Filmen mit, erschien auf Magazin-Titelseiten und es gibt Bücher über sie. «Grumpy Cat» brachte ihren Besitzern auf diese Weise wohl viel Geld ein - wieviel genau wollten diese nie mitteilen. Berichte, dass es bis zu 100 Millionen Dollar gewesen sein könnten, dementierten sie allerdings.

Anders als ihr Gesichtsausdruck vermuten ließ, sei «Grumpy Cat» vom Wesen her eine sehr freundliche und liebevolle Katze gewesen, hatte ihre Besitzerin einmal gesagt. «Sie ist superlieb und kuschelig, wird gerne auf den Arm genommen und geknuddelt.»

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