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Kindergarten brennt: Kind und Jugendlicher unter Verdacht

Ein Kindergarten brennt nieder, der Schaden geht in die Millionen. Die mutmaßlichen Brandstifter sollen ein Kind und ein Jugendlicher sein. Für die Kleinen muss ein neues Gebäude her.

Kindergarten von SOS Kinderdorf brennt komplett aus
Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand in einem Kindergarten. Foto: Kohls/Sueddeutsche Mediengesellschaft SDMG/dpa
Schorndorf.

Schorndorf (dpa/lsw) - Nach dem verheerenden Brand eines Kindergartens in Schorndorf ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung. Ein Kind und ein Jugendlicher stehen in Verdacht, das Gebäude auf dem Gelände des SOS Kinderdorfs Schorndorf-Oberberken(Rems-Murr-Kreis) angezündet zu haben, wie die Polizei am Montag mitteilte.

In dem abgebrannten Gebäude können zunächst keine Kinder mehr betreut werden. Laut Polizei ist das Haus vermutlich nicht mehr zu retten. Sieben Kinder seien in Notbetreuung in einem Gemeinschaftsraum des SOS Kinderdorfs, teilte die Gemeinde auf dpa-Anfrage mit. Alle anderen Kinder würden von ihren Eltern betreut. Bis nach den Pfingstferien, die bis zum 28. Mai gehen, solle geklärt werden, wo die Kinder künftig betreut werden können

Die Polizei schätzte den Brandschaden in Millionenhöhe. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Schorndorfs Oberbürgermeister Matthias Klopfer ging am Montag davon aus, dass das Gebäude nicht mehr zu retten sei. Es gelte «schnell eine Lösung für die kommenden Monate zu finden, bis frühestens im Sommer 2022 ein neues Kinderhaus eröffnet werden kann», schrieb Klopfer auf Facebook. Er bezifferte die Kosten für das Projekt auf zwei Millionen Euro.

© dpa-infocom, dpa:210517-99-629357/3

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