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Wegen Krawallen in Frankreich
Macron verschiebt Staatsbesuch - Enttäuschung in Ludwigsburg

Emmanuel Macron
Emmanuel Macron verschiebt wegen der Krawallen in Frankreich den geplanten Staatsbesuch in Deutschland. Foto: Lewis Joly
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kommt am Sonntag nicht wie geplant zu einem Staatsbesuch nach Deutschland. Grund sind die anhaltenden Krawalle in Frankreich.

Ludwigsburg/Paris. Wegen der anhaltenden Krawalle in Frankreich kommt Präsident Emmanuel Macron nicht wie geplant an diesem Sonntag zum Staatsbesuch nach Deutschland. Macron habe darum gebeten, den Besuch zu verschieben, teilte das Bundespräsidialamt in Berlin mit.

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Eigentlich war geplant, dass Emmanuel Macron in Begleitung seiner Frau Brigitte am Montag mit militärischen Ehren im Ludwigsburger Schlosshof wird. Dort wäre er von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Empfang genommen worden. Macron hätte dann im Anschluss an den Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen des Deutsch-Französischen Instituts (dfi) im Ludwigsburger Forum teilgenommen. Bereits am Sonntagabend hätte Macron in Marbach am Neckar das Literaturmuseum besuchen wollen. 

Das sagt Ludwigsburgs Oberbürgermeister Matthias Knecht

In Ludwigsburg ist die Enttäuschung groß. "Es herrscht große Enttäuschung aber auch großes Verständis", sagte Oberbürgermeister Matthias Knecht auf Anfrage unserer Zeitung. "Ich glaube aber, dass das eine kluge Entscheidung ist." In Ludwigsburg hatte in den vergangenen Wochen ein Team von rund 200 Personen den Staatsbesuch vorbereitet und organisiert.

dfi-Jubiläum findet wie geplant statt

Die Feierlichkeiten zum dfi-Jubiläum werden wie geplant stattfinden, betont Knecht. Noch sei auch nicht auszuschließen, dass Bundespräsident Steinmeier alleine an der Veranstaltung teilnimmt. Bislang ist in Ludwigsburg nichts von einer Absage Steinmeiers bekannt. Professor Dr. Frank Baasner, Direktor des Deutsch-Französischen Instituts gibt sich pragmatisch. "Wir improvisieren immer gerne!" Die Jubiläumsveranstaltung am Montagvormittag im Forum werde auf jeden Fall hoch interessant. "Wir haben etwas zu erzählen!", sagt Baasner.  

So hatte sich Ludwigsburg auf den Besuch vorbereitet:

"Wir hoffen natürlich, dass bei dem verschobenen Termin auch Ludwigsburg eine Station sein wird", so Knecht. Derzeit ist aber noch nicht bekannt, wann dieser abgesagte Besuch in Deutschland nachgeholt werden wird. Macrons Besuch wäre der erste Staatsbesuch eines französischen Regierungschefs seit 23 Jahren gewesen.