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Störung im Bahnverkehr
Stellwerksausfall: Zugverkehr Hamburg-Berlin beeinträchtigt

Störungen im Bahnverkehr
Der Ausfall eines Stellwerks sorgt derzeit für große Probleme im Bahnverkehr zwischen Hamburg und Berlin. (Archivbild) Foto: Julian Stratenschulte
Ein Stellwerksausfall bei Lüneburg bremst den Verkehr auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin aus. Die technische Störung dauert voraussichtlich bis Donnerstag.

Lüneburg. Der Ausfall eines Stellwerks nahe Lüneburg in Niedersachsen beeinträchtigt den Fernverkehr der Deutschen Bahn (DB) zwischen Hamburg und Berlin. Es komme bei den Zügen, die zwischen den beiden Städten fahren, zu Verspätungen und Ausfällen, teilte die Bahn mit. ICE-Züge verkehren demnach auf der Strecke aktuell nur alle zwei Stunden. 

Die technische Störung werde voraussichtlich erst am Donnerstag im Laufe des Tages behoben. «Wichtig ist zu wissen, dass weiterhin Züge auf der Strecke fahren. Aber es gibt ein eingeschränktes Angebot», sagte ein Bahnsprecher. In einer Mitteilung der Bahn heißt es: «Unsere Techniker arbeiten bereits intensiv daran, die Störung zu beheben.» Reisende werden gebeten, sich vor Antritt der Fahrt auf bahn.de oder im DB Navigator über ihre Verbindung zu informieren. 

Die Strecke zwischen Berlin und Hamburg wurde seit August 2025 generalsaniert und gesperrt. Seit dem 15. Mai ist ein Teil wieder freigegeben, am 14. Juni soll die ganze Strecke wieder befahrbar sein. 

Auch Regionalverkehr betroffen

Probleme gibt es auch im Regionalverkehr. Die Bahngesellschaft Metronom, die den Regionalverkehr mit den Linien RE3/RB31 zwischen Hamburg und Uelzen betreibt, teilte mit, durch den Stellwerksausfall in Deutsch Evern könne nur ein Zug pro Stunde und Richtung fahren. «Dadurch staut sich der Verkehr immer weiter auf.» Es komme zu Verspätungen und Zugausfällen. Fahrgäste sollten nach Möglichkeit auf den ohnehin fahrenden Ersatzverkehr ausweichen, hieß es.

Am Abend erklärte Metronom dann, dass ihre Fahrgäste statt der ausfallenden Regionalzüge auch einige ICEs ohne Extra-Ticket nutzen könnten. Das sehe ein «vorläufiges Konzept für den heutigen Abend» vor, das man zusammen mit dem DB-Fernverkehr entwickelt habe. Denn derzeit müssten sich beide Unternehmen die Gleise teilen. In der Nacht werde die Strecke dann vermutlich von 0.30 Uhr bis 5.30 Uhr ausschließlich durch den Güterverkehr befahren, so Metronom weiter.

Wegen der Generalsanierung der Strecke Hamburg-Berlin fahren diese Züge derzeit über Lüneburg – auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover. Diese insgesamt 163 Kilometer lange Strecke saniert die Deutsche Bahn seit Anfang Mai – unter anderem werden Gleise, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfe modernisiert. Die Verbindung gehört zu den meistbefahrenen Bahntrassen in Deutschland. 

Da in mehreren Phasen gebaut wird, ist aktuell nur der Abschnitt zwischen Celle und Hannover gesperrt. Die Bahn empfiehlt Reisenden als Alternative derzeit trotzdem Verbindungen von Berlin und Hamburg über Hannover.

© dpa-infocom, dpa:260527-930-136676/5