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48 000 Tonnen Beton werden verschoben: Neckartalbrücke in Heilbronn vor Fertigstellung

Nach gut fünf Jahren Bauzeit steht der sechsspurige Ausbau der Autobahn 6 zwischen Wiesloch und dem Kreuz Weinsberg kurz vor seinem Abschluss – und das auf technisch eindrucksvolle Art.

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Das Brückenteil links wird nach rechts verschoben. Foto: autobahn.de

Heilbronn. In Heilbronn wird die neue Autobahnbrücke über das Neckartal zusammengeschoben. Laut der Autobahngesellschaft „VIA6West“ handelt es sich um einen der größten Querverschübe weltweit.

Auf einer Länge von 824 Metern wird heute dabei ein mehr als 48 000 Tonnen schweres Brückenteil (nördliche Vorlandbrücke) aus Spannbeton in seine endgültige Position gebracht. Dabei wird eine Distanz von 21 Metern zurückgelegt. Im Februar folgt noch die Verschiebung der 513 Meter langen nördlichen Neckarbrücke. Im Spätsommer soll dann die gesamte Strecke freigegeben werden.

Die Brücke gilt mit einer Länge von 1,3 Kilometern als die längste des Landes. Der Neubau wurde in zwei Teilen gebaut, um den Autobahnabschnitt nicht komplett sperren zu müssen.

Für den Ausbau und die Unterhaltung des rund 47 Kilometer langen Steckenabschnitts wird auf 30 Jahre mit Kosten von rund 1,3 Milliarden Euro gerechnet. Davon entfallen rund 170 Millionen Euro auf den Brückenneubau.

Etwa 100 000 Fahrzeuge täglich passieren die A6 zwischen Wiesloch und Weinsberg. Sie gilt als eine der wichtigsten Ost-West-Verbindung in Europa.

Der bereits am Mittwoch gestartete Querveschub wird heute mit einem im Internet übertragenen Festakt von 11 bis 12 Uhr begleitet. Außerdem gibt es einen Zeitrafferfilm, der zeigt, wie das Brückenteil verschoben wird. 

Im Video gibt es das ganze Spektakel im Zeitraffer zu sehen.