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Federle enttäuscht über baldiges Ende des Modellprojekts

Tübingen (dpa/lsw) - Die Tübinger Notärztin Lisa Federle ist sehr enttäuscht und traurig darüber, dass das von ihr mitunterstützte Corona-Modellprojekt nun vor dem Aus steht. «Es wäre besser gewesen, wenn man als Grundlage für die Entscheidung die Inzidenz in der Stadt genommen hätte anstatt die im Landkreis Tübingen», sagte Federle der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Die Menschen hätten nun keinen Anreiz mehr, sich testen zu lassen. «Somit können wir auch die Tests nicht mehr in der Form durchführen, wie wir das schon seit Monaten machen», erklärte Federle.

Lisa Federle
Lisa Federle, Notärztin, mit Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen), Oberbürgermeister von Tübingen. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild
Tübingen.

Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hatte zuvor erklärt, das Modellprojekt werde wegen der Bundes-Notbremse beendet. «Ab Montag ist also auch bei uns alles dicht. Theater, Handel, Schulen und Kitas», schrieb Palmer auf seiner Facebook-Seite. Diese Entscheidung habe die CDU-Wahlkreisabgeordnete Annette Widmann-Mauz der Presse mitgeteilt. Der zuletzt für die Stadt gemeldete Wert lag laut dem Sozialministerium am Mittwoch bei 91,8. Der Wert für den Landkreis wurde mit 181,5 angegeben. «Der Anstieg findet nur außerhalb Tübingens statt», betonte auch Palmer.

Menschen in Tübingen können sich seit dem 16. März an mehreren Stationen kostenlos testen lassen - mit den Bescheinigungen der Ergebnisse, den Tagestickets, können sie dann in Läden, zum Friseur oder auch in Theater und Museen gehen. Wegen großen Andrangs von außerhalb sind die Tests inzwischen auf Menschen aus dem Kreis Tübingen beschränkt.

© dpa-infocom, dpa:210422-99-306055/2