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Haushalt
Grün-Schwarz setzt Ehrenamtskarte auf Prioritätenliste

Grüne und CDU wollen die im Koalitionsvertrag geplante Ehrenamtskarte mit Vergünstigungen für sozial engagierte Menschen - wenn finanziell möglich - bald auf den Weg bringen. Es sei Konsens zwischen den Koalitionspartnern, dass die landesweite Karte kommen solle, sagte Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Koalition will vor weiteren Zusagen für Investitionen aber die Steuerschätzung Ende Oktober abwarten. Wenn es tatsächlich mehr Einnahmen gebe, habe die Ehrenamtskarte oberste Priorität, hieß es. Vor allem die CDU hatte darauf gedrängt, dass die Karte bald eingeführt wird.

Stuttgart. Mit der Karte sollen ehrenamtlich Engagierte zum Beispiel Rabatt auf den Eintritt ins Kino, Theater oder Schwimmbad erhalten. «Damit wollen wir das bürgerschaftliche Engagement stärken und ausbauen», sagte Schwarz. Zuletzt hatte das Sozialministerium erklärt, die Ehrenamtskarte solle 2023 zunächst in Modellprojekten erprobt werden. Im Jahr 2024 sollen die Erfahrungen ausgewertet und in ein Konzept eingebracht werden. Für die Erprobung der Karte hatte das Sozialministerium 370.000 Euro veranschlagt. Wie hoch die Kosten dann sein werden, wenn die Ehrenamtskarte im ganzen Land gilt, sei noch nicht abzuschätzen, hieß es in der Koalition.

Koalitionsvertrag, Teil zu Ehrenamt S. 91

© dpa-infocom, dpa:220922-99-857665/2