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Teil-Impfpflicht
Neun von zehn Beschäftigte in der Pflege doppelt geimpft

Krankenhaus
Eine Pflegekraft geht auf einer Intensivstation über den Flur. Foto: Fabian Strauch
Zwei Wochen nach Einführung der Teil-Impfpflicht in der Pflege sind laut Gesundheitsministerium mehr als neun von zehn Beschäftigten vollständig geimpft. Es haben allerdings nur zwei Drittel von ihnen auch eine Booster-Impfung erhalten.

Stuttgart. Nach neuen Zahlen des Landesgesundheitsamtes (Stand: 25. März) seien 91,8 Prozent der Mitarbeitenden und 94,5 Prozent der Betreuten doppelt geimpft, 67,2 Prozent der Beschäftigten und 83,4 Prozent der Betreuten zudem geboostert. Sämtliche Quoten lägen über denen in den entsprechenden Altersgruppen in der Bevölkerung, teilte das Ministerium am Donnerstag in Stuttgart mit.

Nach der sogenannten einrichtungsbezogenen Corona-Impfpflicht müssen alle Beschäftigten von Kliniken, Pflegeheimen, Arzt- und Zahnarztpraxen, Rettungsdiensten, Reha-Einrichtungen, Behindertenwerkstätten und ambulanten Pflegediensten dem Arbeitgeber ihren Impfstatus offen legen. Ohne vorgelegten Nachweis müssen die Einrichtungen das zuständige Gesundheitsamt informieren.

Die Februar-Impfquote bei der sogenannten Grundimmunisierung - dem doppelten Schutz - lagen laut Ministerium bei 88,4 Prozent für die Beschäftigten (Januar 2022: 85,4 Prozent, Dezember 2021: 81,6 Prozent) sowie bei 93,1 Prozent für die Betreuten (Januar 2022: 92,3 Prozent / Dezember 2021: 91,2 Prozent).

Die SPD kreidet eine nach wie vor «äußert geringe Impfquote» in einigen Häusern an. In einem Heim sei laut Statistik weniger als ein Drittel der Betreuten geimpft, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Florian Wahl. «Viele Heimleitungen im Land kümmern sich sehr intensiv um die Impfungen. Manche aber eben nicht oder zu wenig.» Es müsse ausreichend mobile Impfteams für die vierte Impfung in den Pflegeheimen und in den Einrichtungen der Behindertenhilfe geben.

© dpa-infocom, dpa:220331-99-746869/4