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Bundesliga
«So muss das»: Traumstart für Freiburgs Neue um Gregoritsch

Fußball
Spielbälle liegen auf dem Rasen. Foto: Swen Pförtner
4:0 in Augsburg! Nach der starken Vorsaison setzt der SC Freiburg zum Start der neuen Bundesliga-Spielzeit direkt wieder ein Zeichen. Michael Gregoritsch ist gleich mittendrin, jubelt erst zurückhaltend und dann doch ausgelassen. Auch zwei andere Neuzugänge treffen.

Augsburg (dpa/lsw) –. Bei der Siegesfeier vor dem prall gefüllten Gästeblock hatte Michael Gregoritsch seine Zurückhaltung abgelegt. «Super Freiburg» hallte es von den Rängen. Der Mittelstürmer des SC genoss den Jubel inmitten seiner Teamkollegen. Das 4:0 (0:0) beim FC Augsburg war für Europa-League-Teilnehmer Freiburg und seine Neuzugänge ein Traumstart in die neue Saison der Fußball-Bundesliga.

Ausgerechnet Gregoritsch, der im Sommer aus Augsburg gekommen war, avancierte gegen seinen Ex-Club am Samstag zum Mann des Spiels - und wusste währenddessen erst gar nicht so richtig damit umzugehen. Nach dem Führungstreffer des Österreichers in der 46. Minute, den er aus Respekt vor seinem ehemaligen Arbeitgeber und dessen Anhängern nicht allzu ausgiebig zelebrieren wollte, trugen sich auch noch die Neuverpflichtungen Matthias Ginter (61.) und Ritsu Doan (78.) in die Torschützenliste des DFB-Pokalfinalisten der Vorsaison ein. Zudem traf Vincenzo Grifo mit einem direkt verwandelten Freistoß (48.).

«Er hat viele Dinge gut gemacht. Er hat sich voll in den Dienst der Mannschaft gestellt», sagte Freiburgs Trainer Christian Streich über Gregoritsch. «Ich freue mich sehr für ihn.» Der Angreifer müsse auf diesem Weg jetzt weitermachen. «Er hat richtig Qualität, er ist ein richtig guter Kicker», führte der Coach aus. «Aber er muss die Innenverteidiger richtig bearbeiten und er muss viele Wege tun - das hat er heute getan und deshalb kriegt er absolutes Lob.»

Er habe sich «natürlich gewünscht, dass es so läuft», sagte Gregoritsch. «So muss das.» Nach seinem Kopfballtor habe er sich statt öffentlich lieber heimlich zwischen den Mitspielern gefreut, erklärte er. Am zwischenzeitlichen 3:0 von Ginter war er ebenfalls beteiligt. Es war die Entscheidung in einer Partie, in der die Gäste vor 26.310 Fans zunehmend die Kontrolle übernommen hatten. Und an deren Ende sie sich noch über einen schönen Nebeneffekt freuen durften: Durch den Sieg zogen die Badener in der ewigen Tabelle der Bundesliga an Eintracht Braunschweig vorbei und in die Top 20 ein.

Freiburgs Plan, sich personell breiter aufzustellen und mit namhaften Neuzugängen für die Dreifach-Belastung aus Liga, Pokal und Europa League zu rüsten, ist dem ersten Eindruck nach aufgegangen. Trainer Streich wollte die drei Treffer von Ginter, Gregoritsch und Doan aber nicht überbewerten. Am Ende seien sie auch «einfach nur Statistik», sagte Deutschlands Coach des Jahres. Viel wichtiger war ihm, «dass sich alle Spieler in den Dienst der Mannschaft gestellt haben.»

Zur Pause war ein derart hoher Sieg der Freiburger nicht abzusehen. Der Doppelschlag kurz danach stellte aber die Weichen. «Dass es am Ende so läuft, ist außergewöhnlich», sagte Rückkehrer Ginter, der im Sommer von Borussia Mönchengladbach wieder zu seinem Heimatclub gewechselt war. «Ich bin unfassbar glücklich.» Auch der 46-malige Nationalspieler lobte seinen neuen Kollegen Gregoritsch. «Er hat super Arbeit geleistet. Mega, dass wir so einen Spieler vorne drin haben». Seine nächsten Tore, die er womöglich erzielt, kann Freiburgs neuer Mittelstürmer dann auch ohne jede Rücksicht genießen.

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