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Urabstimmung der GDL bei SWEG geht in die Schlussphase

Lokführergewerkschaft
Teilnehmer eines Warnstreiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sitzen vor dem Hauptbahnhof auf einer Bank. Foto: Marijan Murat
Die Urabstimmung der Lokführergewerkschaft GDL über einen Arbeitskampf bei der landeseigene Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH (SWEG) und der SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) geht bis kommenden Dienstag. Dies teilte ein GDL-Sprecher am Freitag mit. Er gehe von einer hohen Beteiligung der Gewerkschaftsmitglieder aus. Die Urabstimmung laufe seit 23. September.

Stuttgart. In dem Tarifkonflikt geht es darum, dass die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer künftig nicht nur für die SBS, sondern für den gesamten SWEG-Konzern mit seinen 1800 Mitarbeitern einen Tarifvertrag aushandeln möchte. Die SWEG lehnt das kategorisch ab. Die GDL hatte bereits zweimal zu Warnstreiks aufgerufen.

Die SBS ist die frühere Abellio Rail Baden-Württemberg. Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in finanzielle Schieflage geraten. Die landeseigene SWEG hatte das Unternehmen daraufhin für zunächst zwei Jahre übernommen.

Der Mutterkonzern will das Unternehmen wohl nicht darüber hinaus halten. Der Aufsichtsrat spreche sich derzeit gegen eine Abgabe eines Angebots für die anstehende Ausschreibung der ehemaligen Abellio-Strecken aus, hatte die SWEG kürzlich erklärt. Damit käme es spätestens Ende 2023 zu einem Eigentümerwechsel. Mit einer Entscheidung sei Mitte Oktober zu rechnen.

© dpa-infocom, dpa:220930-99-956704/2