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Migration
Weiterer Straftäter nach Syrien abgeschoben

Lage in Syrien - Flughafen Damaskus wieder in Betrieb
Am Flughafen von Damaskus wurde der Abgeschobene in der Nacht syrischen Behördenvertretern übergeben. (Symbolbild) Foto: Omar Sanadiki
Straftäter werden inzwischen fast im Wochentakt nach Syrien abgeschoben. Innenminister Dobrindt betont: «Rückführungen von Straftätern müssen konsequent durchgeführt werden.»

Berlin. Deutschland hat einen 29-jährigen Straftäter nach Syrien abgeschoben. Wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums mitteilte, wurde der zuletzt in Baden-Württemberg lebende Mann direkt aus der Strafhaft zum Flughafen und mit einem Linienflug in die syrische Hauptstadt Damaskus gebracht. Es war die vierte Abschiebung eines syrischen Straftäters seit der Wiederaufnahme der Rückführungen in das arabische Land.

Nach Angaben des baden-württembergischen Migrationsministeriums war der Mann wegen zahlreicher Betäubungsmitteldelikte zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. 

Bundeskabinett
Abschiebungen per Linienflug sind aufwendig, doch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) ist es wichtig, dass ausreisepflichtige Straftäter außer Landes gebracht werden. Foto: Michael Kappeler

Mehrjährige Pause 

Nach Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien 2011 waren Abschiebungen dorthin ausgesetzt worden. Im Dezember 2024 endete die Herrschaft des Langzeitmachthabers Baschar al-Assad. Im Dezember 2025 wurde erstmals wieder ein Syrer in Begleitung der Bundespolizei per Linienflug nach Damaskus gebracht. Bisher beschränken sich Abschiebungen in das Land auf Straftäter. In Syrien sind zuletzt neue Kämpfe zwischen Truppen der Übergangsregierung und den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) ausgebrochen.

«Rückführungen von Straftätern müssen konsequent durchgeführt werden», sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Das sorge für «Ordnung, Orientierung und mehr Sicherheit».

© dpa-infocom, dpa:260121-930-575132/2