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Zollbeamte heben mutmaßlichen Schleuserring aus

Das Wappen des Zolls ist am Ärmel eines Zollbeamten zu sehen
Das Wappen des Zolls ist am Ärmel eines Zollbeamten zu sehen. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild
Stuttgart (dpa/lsw) - Wegen des Verdachts auf Schleusungen haben Zollbeamte die Wohn- und Geschäftsräume von 14 verdächtigen Frauen und Männern in Baden-Württemberg durchsucht. Dabei standen Scheinehen im Vordergrund, die Menschen aus dem außereuropäischen Ausland eingegangen sein sollen, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Damit hätten sie in Deutschland leben und arbeiten können. Die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit hatten als Rädelsführer zwei Gastronomen und einen Händler im Blick, wie ein Sprecher der Zollbehörde sagte.
Stuttgart.

Das Trio stehe im Verdacht, die Menschen aus Indien und Pakistan in die Bundesrepublik geschleust zu haben, um sie hier in Restaurants und Unternehmen zu beschäftigen. Zu den Verdächtigen gehören den Angaben nach auch eine Frau und ein Mann, die Paare miteinander verkuppelt haben sollen. Die als Touristen in die EU eingereisten Menschen aus Asien hätten in Bulgarien EU-Bürger geheiratet, hieß es. Dadurch sollen sie die für den Aufenthalt in Deutschland nötigen Aufenthaltspapiere erhalten haben.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt nun unter anderem wegen der illegalen Einschleusung von Menschen und des illegalen Aufenthalts. Bei den Durchsuchungen - unter anderem im Kreis Calw, im Rems-Murr-Kreis sowie in Vaihingen (Enz) und in Böblingen - seien am Mittwoch umfangreiche Beweismittel sichergestellt worden.

© dpa-infocom, dpa:210310-99-767965/2

Mitteilung des Hauptzollamtes Stuttgart