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Drehungen und Wackelfiguren

Discofox-Weltmeisterschaft und Salsa Grand Prix in der Ege Trans Arena - Gesellschaftliches und sportliches Ereignis

Discofoxrunde in der EgeTrans-Arena.Foto: Alfred Drossel
Discofoxrunde in der EgeTrans-Arena. Foto: Alfred Drossel

bietigheim-bissingen. Zum zweiten Mal nach 14 Jahren Pause fand am Samstag wieder die Weltmeisterschaft im Discofox zusammen mit dem Salsa Grand Prix in der Bietigheim-Bissinger Ege Trans Arena statt. 190 Paare nahmen an dem internationalen Wettbewerb teil, den die Tanzschule Harry Haagen ausrichtete. Die Gäste sah spannende Turnierrunden, die sich mit Publikumstanz sowie Show- und Gesangseinlagen abwechselten.

Linedance zum Auftakt

Weit über 100 Linedancer eröffneten das Abendprogramm. Die Musicalsängerin Isabella Dartmann sorgte mit ihren Tänzern für stimmungsvolle Momente und Ex-Pur-Musiker Roland Bless präsentierte einige Stücke aus seinem neuen Album.

Das ausgewöhnlichste Tanzpaar war Marie-Luise und Alfred Stefanie aus Miltenberg. Einen Tag nach ihrer goldenen Hochzeit nahmen sie an der Weltmeisterschaft teil. Im Sommer schon hatten sich die beiden 68- und 69-Jährigen entschieden, zusammen mit noch weiteren 21 Paaren, in der Senioren S-Klasse anzutreten – als die ältesten Teilnehmer übrigens. Der nötige Schubs, bei der Weltmeisterschaft anzutreten, kam vom Trainer des TSC Rot-Weiß Tauberbischofsheim, der auch die Choreografien für die beiden ausgearbeitet hat.

Glitzernde, hautenge Kostüme, Discomusik und ein begeistertes Publikum: In der Arena herrschte eine ganz besondere Stimmung. Rund 190 Paare traten in den beiden Tanzdisziplinen Salsa und Discofox gegeneinander an. Beim Discofox wurde in vier, bei Salsa in insgesamt zwei Altersgruppen am Ende des Wettbewerbes jeweils ein Siegerpaar gekürt. Auch Tänzer der Bietigheimer Tanzschule Harry Hagen machten mit. „Wir nehmen dieses Jahr mit sechs Paaren an der Weltmeisterschaft im Discofox teil“, sagte Harry Hagen. Da seien auch Favoriten dabei. Ein Paar habe sich sogar schon einen Europameistertitel im Discofox geholt.

Der Discofox gilt als der beliebteste Partytanz in Europa. Der Film „Saturday Night Fever“ mit John Travolta löste Ende der 1970er-Jahre ein weltweites Discofox-Fieber aus. Erstmals gab es einen Tanz, zu dem man paarweise auf Discomusik tanzen konnte. Auch heutzutage ist der Discofox von keiner Tanzveranstaltung wegzudenken. Für den Discofox, der erst in den 1970ern erfunden wurde, stellten Tänzer einfache Elemente aus Foxtrott, Swing, Rock’n Roll, Boogie Woogie, Mambo und auch Salsa zusammen: Heraus kamen verschiedene Drehungen und Wackelfiguren.

Publikum lernt Wiener Walzer

Schon am Nachmittag begann das große Turnier in der Ege Trans Arena. Zunächst gab es Vorrunden. Am Abend fand dann das große Opening der Finalrunden statt, das festlich zelebriert wurde. Das Publikum war davon sichtlich begeistert. Eine Gruppe von 160 Linedancern wurde dabei von der Sängerin Isabella Dartmann begleitet. Sie sang ihren Song „Ich bin ich“ aus dem Musical „Ludwig 2 – Der König kommt zurück“, in dem sie derzeit mitwirkt. Gemeinsam mit Harry Hagens Frau Sandra Sodogé hatte das Publikum am Abend auch die Möglichkeit, eine Wiener Walzer Choreographie zu lernen. Der Publikumstanz wurde von Roland Bless und seinem Song „Sternenstaub“ begleitet.

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