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Bürgermeisterwahl

Fünf Kandidaten wollen ins Rathaus

Fünf Kandidaten gehen ins Rennen um den Chefsessel im Mundelsheimer Rathaus. Gestern Abend um 18 Uhr endete die Bewerbungsfrist. Sollte es bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag, 14. Oktober, noch keine Entscheidung geben, wird es zu einem zweiten Wahlgang am 28. Oktober kommen.

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Das Rathaus in Mundelsheim wurde vergangenes Jahr frisch renoviert. Jetzt gibt es dort bald auch einen neuen Schultes. Archivfoto: Alfred Drossel

Mundelsheim. Beinahe wären es sechs Kandidaten gewesen, denn kurz vor 18 Uhr ist bei der Gemeindeverwaltung per Fax noch eine weitere Bewerbung eingegangen. Weil die eingereichten Unterlagen allerdings nicht vollständig waren, hat der Gemeindewahlausschuss in seiner Sitzung gestern Abend diese Bewerbung als nicht zulässig bewertet.

Dirk Breisig: Der 53-jährige Mundelsheimer ist verheiratet, hat einen Sohn und lebt seit 2001 in Mundelsheim. Breisig ist selbstständiger Unternehmensberater und möchte einen seiner beiden Lebensträume verwirklichen: Bürgermeister in Mundelsheim oder Grundschullehrer zu werden. „Ich möchte etwas bewegen“, sagt Breisig. Seit neun Jahren gehört er für die Freie Bürgerliche Wählervereinigung dem Gemeinderat an. Er hat den Förderverein der Georg-Hager-Schule mitgegründet und ist Mitglied in sechs weiteren Vereinen. „Als Gemeinderat kenne ich jede Straße und jedes Bauvorhaben im Ort“, sagt Breisig.

Ulrich Raisch: Der Stuttgarter Musikpädagoge bezeichnet die Weinbaugemeinde als „eine Perle des Neckartals“. Es ist seit 2008 die 42. Kandidatur Raischs und das 37. Mal, dass er in einer Kommune im Landkreis Ludwigsburg ins Rennen geht. „In dem Ort werden die Karten neu gemischt“, sagt Raisch, der sich mit Mundelsheim einmal mehr eine Kommune unter 20 000 Einwohnern für eine Kandidatur ausgesucht hat: „Wenn mich die Menschen rufen, bin ich gern da“, sagt er. Das CDU-Mitglied bezeichnet sich selbst als Berufsoptimist mit ausgeprägtem Realitätssinn.

Lucas Barg: 28 Jahre alt ist der dreifache Familienvater aus Hessigheim, der seit 2016 im Bürger- und Ordnungsamt der Stadt Marbach arbeitet. Zuvor war er zwei Jahre im Verwaltungsdienst der Stadt Ludwigsburg. „Ich bringe Bürgerverständnis mit, kenne mich durch meine derzeitige Tätigkeit im Beschwerdemanagement aus“, sagt Bürgermeisterkandidat Lucas Barg. Mundelsheim sei „ein sehr schön gelegener Ort zwischen Neckar und Weinbergen, mit einem guten Freizeitangebot und einem schönen Vereinsleben.“ Er freue sich darauf, gemeinsam mit den Bürgern den Ort zu gestalten und zukunftsfähig zu machen.

Boris Seitz: Der gebürtige Mundelsheimer ist studierter Diplom-Verwaltungswirt (FH). Der 36-Jährige arbeitet seit über 15 Jahren in der Verwaltung, aktuell bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg in Heilbronn in der Fachservice-Beratung. Der Beamte wohnt mit Ehefrau und Tochter mitten im Ortskern. In Mundelsheim habe man nahezu alles, was man braucht, aber man könne es für die Bürger immer noch besser gestalten, so Boris Seitz. Wichtig sei für ihn auch, dass Mundelsheim als Weinort besser vermarktet wird. „Andere umliegende Gemeinden machen es uns vor, da müssen wir nachziehen“, so Seitz.

Bernhard Wein: Der 55-Jährige aus Bomlitz in Niedersachsen bezeichnet sich selbst als einen „Mann der Natur und Verwaltung“. Er unterrichtet derzeit als Lehrer für Biologie, Politik und Wirtschaft an einer weiterführenden Schule und ist bei der Gemeindeverwaltung als Forstbeamter tätig. In Mundelsheim will er Bürgermeister werden, „weil mich das Verlangen gepackt hat, die Erfahrungen meiner Wanderjahre in die Gestaltung und Entwicklung der Region einzubringen, aus der meine Familie kommt“. Wein ist verheiratet und sechsfacher Familienvater. Drei der Kinder sind bereits aus dem Haus, der Rest der Familie würde im Fall seiner Wahl mit nach Mundelsheim ziehen.

Info: Eine Podiumsdiskussion unserer Zeitung mit den Bürgermeisterkandidaten wird am Donnerstag, 4. Oktober, um 19 Uhr in der Käsberghalle Mundelsheim stattfinden.