Logo

freizeit

Gemischte Bilanz in den Freibädern

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und mit ihm die Badesaison. Die Freibadbetreiber im Kreis ziehen eine durchwachsene Bilanz. Schuld ist der Mai, der seinem Ruf als Wonnemonat nicht gerecht wurde.

Kopfüber ins nasse Vergnügen: Trotz einiger sehr heißer Tage haben die meisten Freibäder im Landkreis in dieser Saison weniger Besucher gezählt als 2018.Foto: Christophe Gateau/dpa
Kopfüber ins nasse Vergnügen: Trotz einiger sehr heißer Tage haben die meisten Freibäder im Landkreis in dieser Saison weniger Besucher gezählt als 2018. Foto: Christophe Gateau/dpa

Kreis Ludwigsburg. Exakt 170.995 Badegäste hat es im Mineral-Parkfreibad Besigheim gegeben. Gerade angesichts des „sehr schlechten“ Saisonstarts im Mai ist das Team um Winfried Altpeter relativ zufrieden. Die meisten Gäste gab es in den Monaten Juli und August. „Rekord waren 9643 Besucher an einem Tag, das war schon anstrengend“, sagt Altpeter. Einen gebührenden Saisonabschluss hat es am Sonntag gegeben, als Stammgäste mit den Schwimmmeistern auf die vergangenen Monate angestoßen und ihnen für ihr Engagement gedankt haben. Wie mehrfach berichtet, war in Besigheim die Stelle des Betriebsleiters den Großteil der Saison unbesetzt. Altpeter hat die Stelle interimsweise übernommen, mittlerweile ist der Posten wieder besetzt: Thilo Zorn ist neuer Betriebsleiter. Das Team ist jetzt damit beschäftigt, das Bad „einzuwintern“. Demnächst beginnen zudem die Arbeiten für die neue Filteranlage.

Klein, aber fein – so lässt sich das Freibad in Eberdingen umschreiben. Dem Zuspruch tut das aber offenbar keinen Abbruch. Bis zum 1. September verzeichnete man etwas mehr Besucher als im Vorjahr: exakt 16 .259, im Vergleich zu 16.100 in der gesamten Saison 2018. Und die Zahl könnte noch etwas steigen, schließlich ist noch bis zum kommenden Sonntag geöffnet.

Ebenfalls noch bis Sonntag ist das Wellarium in Steinheim geöffnet. Danach wird der Umkleidebereich saniert. Als durchschnittlich bezeichnet Betriebsleiterin Katrin Schulze die Saison. Ganz schlecht sei der Mai gewesen, sehr gut der Juni, durchschnittlich Juli und August. „Auffallend war, dass es immer gegen Monatsende eine Schönwetterphase gab“, sagt sie. Derzeit liege man bei rund 185 000 Besuchern, bis Ende der Woche werden es wohl 190 000 sein. Normalerweise kommen rund 200.000 Badegäste pro Saison, im Spitzensommer 2018 waren es 220.000.

170.848 Besucher sind es Stand jetzt im Mineralfreibad Oberstenfeld, vergangenes Jahr kamen mehr als 211.000 Besucher. Der besucherstärkste Tag war der 30. Juni mit 8434 Badegästen. Es gab drei Veranstaltungen: die Pool- und eine Kinderparty sowie eine Arschbombenmeisterschaft. Zudem fand das von der DLRG organisierte 24-Stunden-Schwimmen statt. Saisonschluss ist auch in Oberstenfeld der 15. September. Das umstrittene Hundeschwimmen nach Saisonende findet dieses Jahr wegen Personalmangels nicht statt, so Miriam Ehlert vom Zweckverband Mineralfreibad Oberes Bottwartal.

Gleich zwei Innovationen präsentierte das Freibad in Asperg seinen Besuchern: Zum einen wurde der neue Kinderspielbereich eingeweiht, zum anderen ist der Zugang zum Schwimmerbecken dank der frisch eingebauten Treppenstufen jetzt wesentlich komfortabler. „Das haben sich unsere Badegäste schon lange gewünscht,“ erklärt Betriebsleiter Peter Collmer. Trotzdem ist er mit dem Saisonverlauf nur mäßig zufrieden. Rund 141 000 Gäste besuchten das Bad, deutlich weniger als die durchschnittlichen 180 000. Auch Peter Collmer sieht den verregneten Mai als Ursache an. Denn in den restlichen Monaten sei reger Betrieb gewesen.

Auf eine etwas erfolgreichere Saison blickt Thilo Dittmann aus Bietigheim-Bissingen zurück. Mit insgesamt etwa 176 000 Badegästen ist er zufrieden, auch wenn im Mai nur knapp 10 000 Besucher den Weg in den Badepark im Ellental fanden. Doch der Juni habe die Bilanz wieder ausgeglichen, als etwa 72 000 Besucher verzeichnet wurden. Weil die Einrichtung noch bis zum 29. September geöffnet ist, gibt es noch Luft nach oben.

Dass 2019 für das Freibad in Vaihingen ein „mittelprächtiges Jahr“ war, erklärt sich Melanie Lerche von der Stadtverwaltung nicht nur mit dem Wetter. Aufgrund von technischen Problemen konnte der Kleinkindbereich zeitweise nicht in Betrieb genommen werden. „In einem Familienbad macht sich ein geschlossenes Planschbecken eben gleich bemerkbar,“ bedauert sie. Bislang kamen 66 273 Gäste und damit fast 20 000 weniger als im Vorjahr. 2018 sei allerdings auch überdurchschnittlich gut besucht gewesen. Doch da auch das Vaihinger Bad seine Türen erst Ende September schließt, besteht noch Hoffnung auf einen kleinen Endspurt.

Das Freibad in Mundelsheim ist mit seiner Lage direkt an Neckar und Käsberg äußerst beliebt bei den Badegästen. „Wir waren sehr zufrieden mit der Saison“, heißt es folglich aus dem Mundelsheimer Rathaus. Insgesamt wurden seit Anfang Mai 28.432 Besucher gezählt. Vergangenes Jahr waren es 1300 mehr. Am heutigen Dienstag ist der letzte Badetag. „Wäre das Wetter besser gewesen, hätten wir gegebenenfalls um eine Woche verlängert“, sagt Hauptamtsleiter Pietro Leonetti. Vor wenigen Tagen begrüßten Bürgermeister Boris Seitz und Schwimmmeisterin Carola Holfert mit der Mundelsheimerin Sandra Collmer den 25.000. Badegast. Sie bekam einen Gutschein für eine Dauerkarte für die kommende Saison und einen Blumenstrauß überreicht. (kau/jsw/pat/elf/csc)