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Sängerlust

Konzert über Gefühle und Sehnsüchte

Die Konzerte des Gesangvereins Sängerlust sind ein Garant für gute Unterhaltung. Ausverkauft war deshalb auch das Event am Samstagabend im K. Mit einem vielfältigen Programm ist der Titel „Herz und Schmerz“ äußerst unterhaltsam umgesetzt worden.

Der Gesangverein Sängerlust unter Leitung von Konstantinos Kalogeropoulos. Foto: Andreas Essig
Der Gesangverein Sängerlust unter Leitung von Konstantinos Kalogeropoulos. Foto: Andreas Essig

Kornwestheim. Was sagen sich zwei Menschen, die tiefe Gefühle füreinander empfingen? Genau. Und so eröffnete der aus knapp 60 Sängerinnen und Sängern bestehende Chor den Abend mit „Ich liebe Dich“. Dabei handelt es sich um ein Gedicht von Karl Friedrich Wilhelm Herrosee, das Ludwig van Beethoven im Jahr 1795 vertont hat. Nach diesem eher klassischen Einstieg, ging es beschwingt weiter. In die Zeit der Comedian Harmonists entführte das Lied „Irgendwo auf der Welt“, bevor die Sänger unter der Leitung des charismatischen Konstantinos Kalogeropoulos mitreißende Musicalmelodien zum Besten gaben. Auf den Spuren von Olivia Newton-John und John Travolta wandelten sie bei „You’re The One That I Want“ aus dem Musical „Grease“ und trauerten mit Abba bei „The Winner Takes It All“ um eine verlorene Liebe. Spiel’s noch einmal, Konstantinos, hieß es bei dem Klaviersolo, mit dem der Chorleiter brillierte und seine Zuhörer begeisterte. „As Time Goes By“ aus dem Film Casablanca gehört schließlich zu den beliebtesten Klassikern der Kategorie Herz und Schmerz.

Am Klavier wechselte sich Konstantinos Kalogeropoulos mit der Pianistin Felicitas Stoffel ab. Manchmal kam jedoch auch Musik aus der Konserve zum Einsatz wie bei „Dein ist mein ganzes Herz“, mit dem Heinz Rudolf Kunze Mitte der 80er Jahre große Erfolge feierte. Passend dazu hielten einige Sänger rote Herzen aus Pappe in die Höhe. „Was gibt es Schöneres als jemandem zu sagen, das man ihn liebt?“, gab Moderator Andreas Rothbauer zu bedenken, als er mit „Ti amo“ eine echtes deutsch-italienisches Gemeinschaftswerk ankündigte. Der Text stammt von Howard Carpendale, die Musik von Umberto Tozzi. Mit „Crazy Little Thing“ hat der unvergessene Queen-Sänger Freddie Mercury die Liebe besungen. Von seiner mitreißenden Wirkung hat dieses Stück nichts verloren, wie der begeisterte Applaus bewies.

Ging es im ersten Teil um das Zwischenmenschliche, standen im zweiten Teil die Sehnsüchte der Menschen im Mittelpunkt. Sehnsuchtsorte sind „America“, das in dem Musical „West Side Story“ besungen wird. So wie einst Alexandra trauerten die Sängerinnen und Sänger auf der Bühne um „Mein Freund der Baum“, wünschten sich die Heimkehr des Seemanns und besangen den Kreis des Lebens aus dem Musical „König der Löwen“. Anleihen aus dem Musical „Die Päpstin“ und „Starlight Express“ rundeten das Konzert ab. Eine herausragende Leistung als Solistin zeigte Katja Niess, die vor einem großen Spiegel „I Feel Pretty“ aus der Westside Story sang. Unverzichtbar ist Chormitglied Katja Fox, die als Cheforganisatorin der Sängerlust „den Laden schmeißt“, so der Moderator.

Unterstützt wurden die Mitglieder des Gesangvereins von dem Projektchor, aber auch von den Chorkids: Die Kleinen genossen den Auftritt vor großem Publikum. Die Nachwuchssänger unter Leitung von Nicole Bender sehnten sich nach einem „Traumschloss“ aus dem Musical „Les Misérables“. Wonach sich die Chorfrauen sehnen, verriet Andreas Rothbauer, nämlich nach Schokolade, Sofa und Wärmeflasche. Die Begeisterung der Konzertbesucher zeigte, wonach sie sich sehnen: Sie freuen sich schon auf das Jahreskonzert 2020.

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