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Zeitungspate

„Lesen erweitert den Horizont“

Das Hans-Grüninger-Gymnasium hat einen Zeitungspaten gewonnen: Ortema sponsert den Schülern für mindestens ein Jahr zwei Zeitungsabonnements der Ludwigsburger Kreiszeitung. Es ist derzeit eine von acht solcher Patenschaften im Landkreis Ludwigsburg.

Das Hans-Grüninger-Gymnasium hat einen Zeitungspaten: Ortema (im Bild: Geschäftsführer Hartmut Semsch) bezahlt ein Jahr lang zwei LKZ-Zeitungsabos. Darüber freuen sich auch Schulleiterin Karin Kirmse und Matthias Rühle, Leiter des LKZ-Lesermarktes. F
Das Hans-Grüninger-Gymnasium hat einen Zeitungspaten: Ortema (im Bild: Geschäftsführer Hartmut Semsch) bezahlt ein Jahr lang zwei LKZ-Zeitungsabos. Darüber freuen sich auch Schulleiterin Karin Kirmse und Matthias Rühle, Leiter des LKZ-Lesermarktes. Foto: Holm Wolschendorf

Markgröningen. In der Mediathek wurde mit zwei roten Sitzsäcken und einem kleinen Tisch eine Leseecke in der Schülerbücherei eingerichtet. Jeden Tag wird von sofort an eine druckfrische Ausgabe der Ludwigsburger Kreiszeitung in sogenannte Zeitungsstöcke eingespannt und liegt zum Lesen bereit. Eine Gruppe von Schülern hat am Donnerstag sofort angefangen, in der Zeitung zu blättern. Der Sportteil war begehrt, aber auch die anderen Bücher, wie die einzelnen Zeitungsteile genannt werden: Politik, Lokales, Sport, Vermischtes, Wirtschaft und Kultur.

Auf die Frage „Wer von euch liest denn Zeitung?“, streckt die Hälfte von ihnen. Die einen gelegentlich, wenn sie die Oma besuchen, die anderen regelmäßig. Der eine interessiert sich nur für Sport, der andere geht von der ersten bis zur letzten Seite alles durch. Sie geben aber zu, dass ihre Hauptinformationsquelle ihr Smartphone ist.

„Deshalb sind die Zeitung und andere Medien wichtiger und regelmäßiger Bestandteil unseres Unterrichts“, sagt Schulleiterin Karin Kirmse und freut sich, dass das Hans-Grüninger-Gymnasium (HGG ) erstmals einen Paten gefunden hat. Ziel sei, die Medienkompetenz der Schüler zu stärken. Sie sollen lernen, nicht alle Informationen, die im Netz kursieren, blind für bare Münze zu nehmen. Kritische, aufgeklärte Leser sollen sie werden. Nachhaken sollen sie und vergleichen.

Zufall sei, so Kirmse, dass vor drei Jahren eine Fünftklässlerin die Schülerzeitung wiederbelebte. Matthias Rühle, Leiter des LKZ-Lesermarktes, erinnerte in diesem Zusammenhang auch an das Projekt Zeitung in der Schule, das gerade wieder in 74 Klassen laufe und lud die Schüler zu einem Besuch der LKZ mit einem Blick hinter die Kulissen ein.

Viele Schüler lesen privat immer weniger Bücher, Tageszeitung und längere Texte – egal, ob gedruckt oder digital. Dafür immer mehr unqualifizierte Überschriften und Inhalte im Internet und auf Social-Media-Kanälen. „Darunter leidet nicht nur die Medien- und Lesekompetenz, sondern auch das elementare Wissen über relevante lokale Zusammenhänge in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur oder Sport“, begründet Rühle die Aktion „Zeitungspatenschaft“. Man wolle junge Leser, früh für die Zeitung gewinnen und sich auch als Arbeitgeber empfehlen, ergänzt Rühle. „Wer die LKZ liest, ist klar im Vorteil.“ Hier erfahre man insbesondere, was im Kreis passiere. „Wir sind der Local Hero.“

Geschäftsführer Hartmut Semsch hat Ortema mit groß gemacht. Das Unternehmen besteht nun seit 25 Jahren und deckt die komplette Bandbreite des Reha- und Gesundheitssports ab, die Entwicklung und Herstellung von orthopädischen Hilfsmitteln sowie die Versorgung von Sportlern unter anderem mit Protektoren. Auch er sprach eine Einladung aus zum Tag der offenen Tür am Samstag, 19. Oktober. Zum Firmenjubiläum könne unter anderem und ausnahmsweise auch ein Operationssaal besichtigt werden. Auch sonst erklärte er sich bereit, Mitarbeiter in den Unterricht zu schicken, wenn es thematisch zum Stoff passe. „Wir sind regional und lokal verwurzelt, deshalb ist die Wahl auf das Markgröninger HGG gefallen.“

Semsch mag es, beim Lesen Papier in der Hand zu spüren, das Rascheln zu hören und die Druckerschwärze zu riechen. „Das ist was anderes, als vor dem Rechner zu sitzen oder über das Handy zu wischen.“ Er meint, dass die Schüler von einer Zeitung viel über die deutsche Sprache lernen können: Ausdrucksweise, Satzbau, Grammatik und den Aufbau eines Textes. Ganz abgesehen davon, dass es inhaltlich den Horizont erweitere. Ihm habe das regelmäßige Zeitungsstudium damals fürs Abitur viel gebracht.

Info: Interessierte können sich bei Matthias Rühle, Leitung Lesermarkt/Leserservice, melden – per Telefon (07141) 13.02.64 oder per E-Mail an matthias.ruehle@lkz.de. Weitere Infos unter www.lkz.de/business-abos.

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