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Viel Lob für das sanierte Rathaus

Knapp die Hälfte der Sanierungskosten für ihr Rathaus bekam die Gemeinde Pleidelsheim als Fördergelder von Land und Bund, deshalb feierte man die offizielle Einweihung gestern auch als Tag der Städtebauförderung.

Der Kindergartenchor aus dem Kinderhaus Regenbogen brachte ein Ständchen zur Wiedereröffnung des Rathauses.Fotos: Ramona Theiss
Der Kindergartenchor aus dem Kinderhaus Regenbogen brachte ein Ständchen zur Wiedereröffnung des Rathauses. Foto: Ramona Theiss
Ein Glas Sekt gönnen sich die Planer Mathias Orth (links), Jürgen Braunbeck und Michael Kerker (von rechts) sowie Bürgermeister Ralf Trettner und der Bundestagsabgeordnete Eberhard Gienger.
Ein Glas Sekt gönnen sich die Planer Mathias Orth (links), Jürgen Braunbeck und Michael Kerker (von rechts) sowie Bürgermeister Ralf Trettner und der Bundestagsabgeordnete Eberhard Gienger.

pleidelsheim. Punktgenau findet der Tag der Städtebauförderung am 11. Mai statt, doch gibt es für Veranstaltungen bei diesem jährlich begangenen bundesweiten Tag terminlich einen gewissen Spielraum. Und so wurde die offizielle Rathauseinweihung mit diesem von Bund, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und weiteren Partnern getragenen Projekt verbunden.

Bei einem kleinen Festakt im Ratssaal mit geladenen Gästen ließ Bürgermeister Ralf Trettner die Rathaussanierung noch einmal Revue passieren. „Im Jahr 2012 haben wir als sparsame Schwaben zunächst eine kleine Lösung angedacht“, erzählte der Schultes. Doch dann entschied man sich gegen Flickschusterei und für eine Generalsanierung. Nach der Aufnahme ins Landessanierungsprogramm im Jahr 2014 gab es einen Wettbewerb mit drei Architekturbüros. Gegen die Empfehlung des fachkundigen Leiters der Jury entschied sich die Gemeinde auf Drängen des Bürgermeisters für den Entwurf des Ludwigsburger Büros KMB, die großzügigste und teuerste Lösung. „Im Gegensatz zu den beiden anderen Entwürfen haben wir Raumkapazität gewonnen und ich bin sehr froh, dass der Gemeinderat das mitgetragen hat“, dankte er seinem Gremium auch für „viel Entscheidungsspielraum“ bei Detailfragen.

Der Auszug aus dem Rathaus in Container erfolgte Anfang November 2016. Aus der geplanten eineinhalb Jahren Bauzeit wurden dann 25 Monate. Ende November 2018 war das Rathaus fertiggestellt, Anfang Dezember hielt das Verwaltungsteam Einzug in die neuen Büros. Dass die Kosten von geschätzten sechs auf 6,8 Millionen Euro gestiegen sind, liegt laut Trettner ausschließlich an zusätzlichen Positionen wie Klima- und Photovoltaikanlage und der aufwendigeren Gestaltung des Rathausplatzes.

Insgesamt 3,2 Millionen Euro hat die Gemeinde als Zuschüsse von Bund und Land erhalten. Dafür dankte Trettner dem Bundestagsabgeordneten Eberhard Gienger und den nicht anwesenden Landtagsabgeordneten. Er hob auch die Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium und das Regierungspräsidium hervor. Er freue sich, das Licht jetzt wieder an einem Schalter statt am Sicherungskasten ausschalten zu können und ein dichtes Dach über dem Kopf zu haben.

Mit einem Glas Sekt wurde auf die gelungene Sanierung angestoßen, anschließend waren die Gäste zu Führungen eingeladen. Es gab jede Menge Lob, auch von Trettners Amtskollegen. Der Steinheimer Bürgermeister Thomas Winterhalter, der seine Verwaltungslaufbahn im Pleidelsheim begonnen hat, stellte fest: „Kein Vergleich zu früher. Es ist ein sehr schönes, helles und zeitgemäßes Rathaus geworden.“ Auch die Barrierefreiheit sei in dem Gebäude mit den Zwischentreppen, die für die Bauzeit um 1970 typisch waren, sehr gut gelöst worden. Den Benninger Bürgermeister Klaus Warthon, der zurzeit sein eigenes Rathaus umbauen lässt, beeindruckte auch die großzügige Dachterrasse. Eigentlich zufällig aus der Notwendigkeit einer Außenfluchttreppe entstanden, wird sie nun als Sozialraum bei schönem Wetter genutzt. Auch viele Bürger nutzten den Tag der offenen Tür zur Besichtigung und lobten die Sanierung.

Info: Im Rathaus wurde zudem am Sonntag eine Ausstellung mit Werken zehn örtlicher Künstler eröffnet. Den Bericht darüber lesen Sie in der folgenden Ausgabe.

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