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Die Ludwigsburger Kreiszeitung startet einen Nachrichten-Podcast
„5 um 5“: Nachrichten aus Ludwigsburg und Umgebung direkt aufs Ohr

Ab Donnerstag, 18. Januar gibt es montags bis freitags fünf lokal-regionale Nachrichten zum Hören. Fotos: Ramona Theiss.
Ab Donnerstag, 18. Januar gibt es montags bis freitags fünf lokal-regionale Nachrichten zum Hören. Fotos: Ramona Theiss.
Topinformiert in wenigen Minuten? Das geht ab Donnerstag, 18. Januar. Mit „5 um 5“ gibt es den schnellen Nachrichtenüberblick am Abend: Lokal-regional, kostenlos und jederzeit.

Ludwigsburg. Fünf Nachrichten um 17 Uhr direkt aufs Ohr, das ist „5 um 5“.  Immer Montag bis Freitag auf lkz.de und dort, wo es Podcasts gibt: Derzeit bereits auf Spotify und Deezer zukünftig auch auf Google Podcasts und Apple Podcasts. „„5 um 5“ ist der erste Podcast der Ludwigsburger Kreiszeitung. Wir hoffen, dass unsere Leser unser Hörangebot annehmen“, sagt Dr. Stephan Wolf. Der stellvertretende Chefredakteur ist unter anderem für die digitale Transformation in der Redaktion zuständig. „Podcasts gibt es wie Sand am Meer. Wir bieten unseren Lesern einen Mehrwert: In wenigen Minuten topinformiert über Ludwigsburg, Umgebung und regionale Wirtschaft, Kultur und Sport.“

Wie entsteht „5 um 5“?

„Normalerweise werden Podcast eingesprochen. Das macht bei der Ludwigsburger Kreiszeitung niemand“, so Wolf. „Für „5 um 5“ arbeiten wir mit dem Düsseldorfer Startup „storyflash“ zusammen.“ „storyflash“, ist eine Web-Anwendung, die aus den geschriebenen Beiträgen einen hörbaren Beitrag erstellt. Das geschieht mithilfe von Künstlicher Intelligenz, auch KI genannt, und synthetischen Stimmen etwa wie Alexa oder Siri. Bei „5 um 5“ bringen Euch „Matilda“ und „Daniel“ durch die Nachrichten.

Wie wird aus der geschriebenen Meldung ein Beitrag von Matilda und Daniel?

Redakteure schreiben wie gewohnt ihre Beiträge. In der Nachmittagskonferenz beschließt die Redaktion, welche davon zum Podcastinhalt werden. Die ausgewählten Artikel werden überarbeitet: der Umfang gekürzt, Ausdrücke vereinfacht, die Sprache angepasst. So entstehen gut hörbare Beiträge. Die Podcast-Meldungen werden in „storyflash“ hochgeladen und in einen gesprochenen Text umgewandelt. Dieses Verfahren wird auch als Text-To-Speech, kurz TTS, bezeichnet. Für die Umwandlung des geschriebenen Textes in einen Podcast nutzt „storyflash“ die Technologie von „Aflorithmic“ einem Londoner-Anbieter für TTS-Verfahren.

Die Podcast-Meldungen werden in "storyflash" hochgeladen. Die linken Felder sind für Titel, die rechten für Nachrichteninhalte.
Die Podcast-Meldungen werden in "storyflash" hochgeladen. Die linken Felder sind für Titel, die rechten für Nachrichteninhalte.

Wieso ein automatisch produzierter Podcast?

„Im redaktionellen Alltag fehlt leider die Zeit, täglich einen Nachrichten-Podcast aufzuzeichnen“, sagt Wolf. Das sei kein Problem der Ludwigsburger Kreiszeitung, sondern das vieler Redaktionen. Das weiß auch Pascal Hohmann. Er hat 2018 mit Clas Jelinek das Startrup „storyflash“ gegründet. „Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Mannheimer Morgen, Badische Zeitung, nun die Ludwigsburger Kreiszeitung, die Liste unserer Nutzer wächst immer weiter“, sagt Hohmann. „„storyflash“ ermöglicht es Redaktionen, täglich Podcasts zu produzieren und das im Bruchteil der Zeit, die es sonst benötigt.“ Zur Verdeutlichung: Nachrichten-Podcasts ähneln Nachrichtensendungen aus dem Radio. Sie beginnen mit einem Intro, informieren über ausgewählte Ereignisse und enden mit einem Outro. Für einen Podcast müssten diese Teile aufgezeichnet und zusammengeschnitten werden. „„storyflash“ übernimmt Vertonung und Zuschnitt der Podcastfolgen. Daher die enorme Zeitersparnis!“, so Hohmann.

"5 um 5" betreut Redaktionsvolontärin Lisa Schaumann. Unter lisa.schaumann@lkz.de beantwortet Sie Ihre Fragen zum Nachrichten-Podcast.
"5 um 5" betreut Redaktionsvolontärin Lisa Schaumann. Unter lisa.schaumann@lkz.de beantwortet Sie Ihre Fragen zum Nachrichten-Podcast.

Ganz automatisch geht es dann doch nicht

„storyflash“ erstellt in wenigen Minuten Podcasts. Es sei aber ein Irrtum zu glauben, dass damit die Arbeit am Podcast getan sei, sagt Hohmann. „Künstliche Intelligenz kann vieles, aber nicht alles. Gerade bei der Aussprache von Begriffen müssen Redakteure dem System helfen“. Helfen bedeutet, schwierige Begriffe in einem Wörterbuch zu hinterlegen. „Ansonsten heißt der Stürmer der Bietigheimer Steelers Fabjon Kuqi ab heute anders“, sagt Wolf, der LKZ-Digitalchef. Damit die künstlichen Stimmen den Namen richtig aussprechen, lautet der Wörterbucheintrag „Fabijon Kutschi“- die sprechende Künstliche Intelligenz muss also noch an einigen Stellen von der Redaktion überlistet werden, um dann auch richtig zu liegen.

Ohne Wörterbucheinträge würde die Künstliche Intelligenz ihre Aussprache nicht weiterentwickeln.
Ohne Wörterbucheinträge würde die Künstliche Intelligenz ihre Aussprache nicht weiterentwickeln.