Ludwigsburg | 12. Januar 2018

Freude über den neuen Pfarrer

Mit einem Gottesdienst und einem Gemeindefest ist Pfarrer Christof Fröschle offiziell in seiner neuen Kirchengemeinde empfangen worden. Der Geistliche ist von nun an Seelsorger für die evangelischen Christen in Gemmrigheim und folgt auf Michael Beck, der die Gemeinde schon im Frühjahr verlassen hat.

Seelsorger mit einer Leidenschaft für Italien: Christof Fröschle (Mitte). Glücklich über den neuen Pfarrer in Gemmrigheim sind auch Dekan Eberhard Feucht (links) und Siegfried Pfitzenmaier, Vorsitzender des Kirchengemeinderats. Foto: Ramona Theiss
Seelsorger mit einer Leidenschaft für Italien: Christof Fröschle (Mitte). Glücklich über den neuen Pfarrer in Gemmrigheim sind auch Dekan Eberhard Feucht (links) und Siegfried Pfitzenmaier, Vorsitzender des Kirchengemeinderats. Foto: Ramona Theiss

Der Kirchenchor sorgte für die musikalische Umrahmung und erfreute die große Zahl an Gottesdienstbesuchern mit seinem Können. So entstand der richtige Rahmen, um Christof Fröschle, seine Frau Lydia und Sohn Lucas in Gemmrigheim willkommen zu heißen. Den Akt der Investitur in Fröschles neues Amt übernahm Dekan Eberhard Feucht. „Wir freuen uns sehr, Sie in unserem Dekanat zu behalten“, sagte Feucht bei der Verpflichtung. Denn Fröschle war vorher in Lauffen tätig (wir berichteten). Der Umzug nach Gemmrigheim ist also kein kompletter Ortswechsel für den in Schwäbisch Hall geborenen Geistlichen. Er freut sich auf die neue Aufgabe, sagte er bei seiner Investitur. In diesen für alle Kirchen schwierigen Zeiten, so Feucht, sei es wichtig, Menschen eine Orientierung zu geben. „Der Markt der Sinnangebote ist groß, da gibt es für uns viel Arbeit.“

Fröschle selbst definiert sein Wirken als Pfarrer über das Bild des Hirten. Als er noch in Möglingen tätig war, sei er oft in Markgröningen beim Schäferlauf gewesen. Am meisten hat ihn damals die Disziplin beeindruckt, bei der Schäfer die Herde anderer hüten müssen. Dies sei eine sehr schwierige Aufgabe, da ein Schäfer niemals gegen die Herde arbeiten könne. Genau so sei es wohl unmöglich, an einer Gemeinde vorbeizuarbeiten.

In seiner Predigt stellte Fröschle seine Leidenschaft für Italien vor. Dort war er auch als Pilger unterwegs gewesen und habe viele beeindruckende Menschen kennengelernt. „Vor allem die Ansicht, dass die Familie ein hohes Gut ist, müssen wir im Norden wieder mehr wertschätzen“, so der Pfarrer.

Sieht man seine neue Gemeinde als Familie, so scheint er auf dem besten Wege zu sein, aufgenommen zu werden. Bürgermeister-Stellvertreter Jörg Frauhammer zeigte sich erfreut darüber, dass das Pfarrhaus demnächst wieder belebt ist. Zudem sei ihm aufgefallen, dass der neue Pfarrer auf jedem seiner Fotos lacht. „Das passt zu uns hier!“, rief Frauhammer aus. Das Vereinsleben vor Ort stellte Ralf Schober vor. „Sie dürfen ganz tief eintauchen“, war seine Einladung an Fröschle. Dann würde der Pfarrer feststellen, dass der Zusammenhalt in Gemmrigheim extrem gut sei. „Jeder hilft jedem“, so Schober. Lobende Worte fand Irmgard Böhler, Vorsitzende des Kirchenbezirks, für den Geistlichen. „Sie kennen die Strukturen schon, das macht es einfacher für den neuen Pfarrplan.“ Sie wünschte dem Pfarrer zudem für seine Arbeit und auch für die Musik in der neuen Gemeinde wenige Misstöne, harmonisches Miteinander und immer guten Klang.

Tobias Bumm
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