Ludwigsburg | 25. Mai 2016

Metaller müssen dieses Mal draußen bleiben

Nachwuchsmusiker messen sich bei einem lautstarken Bandcontest im Jugendzentrum – Attraktive Preise für die Sieger

Die Band 14 Corners aus Stuttgart eröffnet den Wettbewerb – und gewinnt.Foto: Benjamin Stollenberg
Die Band 14 Corners aus Stuttgart eröffnet den Wettbewerb – und gewinnt.Foto: Benjamin Stollenberg

Für junge Musiker ist der Weg zum Ruhm hart und steinig. Starthilfe wollte das Jugendzentrum (Juz) Kornwestheim leisten, nachdem Philipp Duller, Gitarrist der Kornwestheimer Band Challenge of Tomorrow, an die Einrichtung herangetreten war. „Wir haben uns zusammengesetzt, und das Ergebnis war der erste Newcomer Band Contest“, so Michael Wolfschläger, hauptamtlicher Sozialarbeiter im Juz. Mit der Akademie Deutscher Pop Kornwestheim, dem Kornwestheimer Ableger der Deutschen Popakademie in Mannheim, wurde ein kompetenter Partner ins Boot geholt, der nicht nur die Bühnentechnik, sondern auch attraktive Preise beisteuerte: Die Siegerband darf einen Tag Lieder im Studio der Deutschen Pop im Salamanderareal aufnehmen und erhält ein Fotoshooting, die zweiplatzierte Band bekommt einen Tag im Studio, die Drittplatzierten ein Fotoshooting.

Jugendhaus ist rappelvoll

Bei der Premiere des Band Contests am Samstagabend ist das Juz rappelvoll. „Die Veranstaltung ist ausverkauft“, zieht Philipp Duller eine zufriedene Bilanz. Er ist Teil der vierköpfigen Jury, die von den Nachwuchsbands überzeugt werden will. Neben Duller gehören der Jury Helena Folda und Marco Piludu von der Städtischen Musikschule Kornwestheim sowie Timo Hermes von der Deutschen Pop Kornwestheim an, der sich unter seinem Pseudonym Mowler mit diversen Projekten einen guten Ruf in der regionalen Hip-Hop-Szene erworben hat.

Mit Infection aus Freiberg, Blue Malva, 14 Corners und The Third Above aus der Landeshauptstadt sowie der Ludwigsburger Truppe Insert Awesome sind fünf Gruppen am Start, die sich nach der Ausschreibung des Band Contests im Februar gegen 14 Mitbewerber durchgesetzt haben. „Wir haben Bands aus dem Rock- und Pop-Bereich ausgewählt“, erzählt Duller. „Keine Metalbands, die gibt’s wie Sand am Meer.“ Eine Metalband habe es trotzdem versucht, doch diese Bewerbung war konsequenterweise von vorneherein zum Scheitern verurteilt – Metaller müssen beim Band Contest draußen bleiben, zumindest auf der Bühne angeht.

Die Stimmung ist gut, als 14 Corners den Reigen eröffnet. Wie alle Teilnehmer des Wettbewerbs dürfen die jungen Stuttgarter nur eigene Songs spielen. 14 Corners überzeugt mit einer rockigen Mischung, die sich aus vielen Quellen wie Alternative, Punk, Core, Nu-Metal und Ska speist. In Polka-Einflüssen spiegelt sich die russische Herkunft der Bandmitglieder wieder. „Die Stimmung und das Publikum waren echt super“, meint Sänger Ivan nach dem Auftritt.

Nachwuchsmusiker begeistert

Auch die Freiberger Gruppe Infection, die in dieser Besetzung seit eineinhalb Jahren zusammenspielt, ist begeistert, „Es hat Spaß gemacht, hier zu spielen, unsere Erwartungen wurden sogar noch übertroffen“, so Sänger Timba. Für junge Bands sei es in der Region schwierig, überhaupt an Auftrittsmöglichkeiten zu kommen. „Bei Festen wie der Ludwigsburger Weinlaube zum Beispiel hat man praktisch keine Chance.“Nach dem durchschlagenden Erfolg der Band-Contest-Premiere besteht zumindest die Hoffnung, dass sich im Juz eine weitere Anlaufstelle etabliert.

Am Ende setzte sich 14 Corners vor Blue Malva und Insert Awesome Band Name durch, der Publikumspreis ging an Infection.

Frank Klein
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