03. November 2005

Was für ein Theater in der Kreuzkirche

Gruppe feiert in diesem Jahr 30-jähriges Bestehen – Nachwuchssorgen sind ein Fremdwort

30 Jahre sind für ein Amateurtheater eine lange Zeit. Der „Theaterkreis der Kreuzkirche“ hat es geschafft und kann in diesem Jahr das seltene Jubiläum feiern. Für Pfarrer Martin Kreuser ist die Gruppe ein Glücksfall für die Gemeinde: „Unsere Theaterspieler tragen viel zum Gemeindeleben bei. Sie sorgen dafür, dass in unserem Gemeindesaal gelacht und gescherzt werden darf.“

Stadt Ludwigsburg

Gelacht werden soll auch in diesem Jahr, wenn das Schmunzelstück „Liebe geht durch den Magen“ uraufgeführt wird, das Joachim Bräutigam speziell für das „Theater auf dem Schlösslesfeld“ geschrieben hat und das er auch inszeniert.
Begonnen hat alles, als der bekannte „Straßenkehrer“ Werner Veidt und der damalige Vikar Erich Lange 1975 auf die Idee kamen, eine Theatergruppe zu gründen. „Wer würde gerne in einer kleinen Theatergruppe mitspielen?“ wurde gefragt.
Als Frau der „ersten Stunde“ ist heute noch Christel Gehring dabei, die auch in diesem Jahr für das Bühnenbild verantwortlich ist. Gerade mal etwas mehr als 20 Mitspieler hatte die Gruppe in den folgenden 30 Jahren, auch das ein Zeichen für den engen Zusammenhalt, aber auch für die beinahe professionelle Organisation der Gruppe.
Beim Gemeindefest 1975 zum zehnjährigen Bestehen der Kreuzkirchengemeinde hatte die Gruppe mit der „Katzenkomödie“, geschrieben und geleitet von Werner Veidt, ihre Premiere. 1978 folgte das erste abendfüllende Programm, seit 1980 führt Joachim Bräutigam Regie, der damals mit Marcel Pagnols „Fanny“ eine für eine Amateurgruppe beispielhafte „Karriere“ als Regisseur, Schauspieler und, in diesem Jahr zu zweiten Mal, „Hausautor“ begann.
Christel Gehring lobt die gute Zusammenarbeit mit den beiden Pfarrern, die die Kreuzkirchengemeinde in den 30 Jahren hatte: Martin Hermann und Martin Kreuser, durch die die Gruppe immer unterstützt wurde und die der Theaterarbeit immer den nötigen Freiraum ließen. Oft trägt das Ensemble Spielszenen für den Gottesdienst bei.
Dabei ist die Gruppe offen für alle, egal, ob sie zur Gemeinde gehören oder welche Konfession die Mitspieler haben. „Wir arbeiten gerne zusammen und haben Spaß dabei.“ Der letzten Aussage von Joachim Bräutigam stimmen sicher alle Zuschauer zu, die in all den Jahren für einen vollen Saal gesorgt haben. Weder um sein Publikum noch um den Nachwuchs muss sich der Theaterkreis Sorgen machen.Uwe Czier

Info:Das Stück „Liebe geht durch den Magen“ ist am 4. und 5. November um 20 Uhr und am 6. November um 16 Uhr jeweils im Gemeindesaal der Kreuzkirche und am 11. November in der Musikhalle am Bahnhof zu sehen.

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