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Basketball-Bundesliga

Abgeklärt zum nächsten Auswärtssieg

Die Ludwigsburger Basketballer bleiben in der Basketball-Bundesliga unaufhaltsam in der Erfolgsspur. Bei den Telekom Baskets Bonn fuhren die MHP-Riesen gestern Abend einen hart umkämpften, letztlich aber verdienten 83:77-Sieg ein, der den zweiten Tabellenplatz weiter festigt.

Auswärts eingespielt und erfolgreich (von links): Nick Weiler-Babb, Christian von Fintel, Tanner Leissner und Jaleen Smith. Foto: Baumann
Auswärts eingespielt und erfolgreich (von links): Nick Weiler-Babb, Christian von Fintel, Tanner Leissner und Jaleen Smith. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Sturmtief Sabine hatte sein Debüt am vergangenen Wochenende verhindert. Das Spiel in Ulm wäre eigentlich der erste Bonner Bundesligaauftritt unter der Leitung des neuen Trainers Will Voigt gewesen. Zu tief war der Fall der Rheinländer gewesen, als dass sie an Voigt-Vorgänger Thomas Päch hätten festhalten können. Denn im Gegensatz zu den Ludwigsburgern, die im Hinspiel einen 94:80-Heimsieg davontrugen, sind die Bonner inzwischen auf Tabellenplatz 16 abgerutscht.

Will Voigt, der zuletzt das Nationalteam von Angola coachte, ist ein Trainer-Rookie in der BBL, die Kompetenz des 43-jährigen US-Amerikaners aber war schon vor dem Tip-Off unumstritten. „Wir kennen die Bonner Spieler und die Tendenz, aber wir kennen nicht die Strategie“, warnte Riesen-Coach John Patrick bei Magentasport.

Tatsächlich war von einem Qualitätsunterschied zwischen dem Tabellenzweiten und -16. zunächst nichts zu spüren. Bonn lieferte ein Spiel auf Augenhöhe. Und wie schon am vergangenen Wochenende in Hamburg, wo sich die Riesen einem vehement aufspielenden Bogdan Radoslavjevic ausgesetzt sahen (25 Punkte), war es auch diesmal ein ehemaliger Ludwigsburger in Reihen der Gastgeber, der die Akzente setzte. Martin Breunig, deutlich athletischer als noch zu Ludwigsburger Zeiten, wurde mit 20 Punkten Topscorer seines Teams. Erfolgreicher war nur Nick Weiler-Babb auf Ludwigsburger Seite mit 24 Punkten. Im zweiten Viertel sammelten sich die Ludwigsburegr, zudem klappten im Gegensatz zur Bonner Bilanz die Würfe aus der Ferndistanz. Zur Halbzeit lagen die Riesen mit elf Punkten vorn (32:43). Spektakulär der Tempogegenstoß von Konstantin Konga nach eigenem Defensivrebound und sein Dreipunktwurf zur 36:28-Führung.

Bonn steckte in der zweiten Spielhälfte nicht auf, kam nach einer Aufholjagd auf 57:59 heran und ging im Schlussviertel sogar mit 67:66 in Führung. Dann aber zeigte Ludwigsburg seine ganze Klasse und Abgeklärtheit und fuhr souverän den sechsten Auswärtssieg der Saison ein.

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