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Asiatische Tigermücken in Korntal entdeckt

Bürger haben die Stadtverwaltung informiert, dass das Insekt im Korntaler Westen gesichtet wurde.

Die charakteristisch gestreifte Asiatische Tigermücke kann seltene Krankheiten übertragen. Foto: privat
Die charakteristisch gestreifte Asiatische Tigermücke kann seltene Krankheiten übertragen. Foto: privat

Korntal-Münchingen. Die Stechmücke stammt ursprünglich aus Asien und ist aufgrund des Klimawandels mittlerweile auch in warmen Regionen Mitteleuropas heimisch. „Nun werden wir entsprechend den Empfehlungen des Landesgesundheitsamts die weitere Ausbreitung mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger, versuchen zu verhindern“, erklärt Angelika Lugibihl, Sachgebietsleiterin Umwelt-, Klima- und Naturschutz.

Die Tigermücke kann im schlechtesten Fall Krankheitserreger übertragen, die in Deutschland nur selten auftreten, etwa das Denguefieber, Chikungunya oder das Zika-Virus. Das Coronavirus überträgt sie nicht. „In jedem Fall wird sie schnell zur Plage, da sie auch tagsüber sticht und vielfach unangenehme allergische Beulen verursacht“, so Angelika Lugibihl.

Als erste Hilfsmaßnahme zur Bekämpfung sollten mögliche Brutstätten eliminiert werden. Die Mücke brütet in kleinsten Wasseransammlungen wie offenen Regentonnen, Eimern, Gießkannen, Blumentöpfen, Wasserschalen und Ähnlichem. Diese sollten entweder entfernt oder so gelagert werden, dass kein Wasser darin stehen bleibt. Regentonnen können mit einem Mückennetz geschützt werden. Bei Vogeltränken sollte das Wasser mindestens alle drei Tage gewechselt werden, um eine Brut zu vermeiden. In Gartenteichen mit Fraßfeinden wie Molchen oder Amphibien werden die Mückenlarven gefressen, so dass es sich hierbei nicht um Brutstätten handelt.

Zusätzlich möchte die Umweltstelle die Ausdehnung der Population ermitteln. Wer tagsüber im Garten gestochen wurde, sollte deshalb versuchen das Tier zu fangen und die Art zu bestimmen. Man erkennt die Asiatische Tigermücke daran, dass sie mit rund sechs Millimetern relativ klein und sowohl am Leib als auch an den Hinterbeinen charakteristisch schwarz-weiß gefärbt ist. Wer eine solche Mücke findet, sollte den Fund mit dem Ort bei der Umweltstelle melden. Man kann auch ein Bild der toten Mücke mitschicken, damit die Bestimmung verifiziert werden kann. Für einen Größenvergleich ist es am besten, die Mücke neben einem Ein- oder Zwei-Cent-Stück zu fotografieren.

Weil das Landesgesundheitsamt von einer nicht unerheblichen Population im Korntaler Westen ausgeht, hat sich die Umweltstelle dazu entschieden, dort eine Wurfsendung an die Haushalte zu verteilen. Diese Wurfsendung enthält einen Brief von Bürgermeister Joachim Wolf, Informationen zu dem Tier sowie ein Mittel zur biologischen Bekämpfung von Stechmückenlarven. Das Mittel kann in Regentonnen ausgebracht werden. Es enthält Eiweißkristalle des Bacillus thuringiensis israelensis, die spezifisch nur gegen Mückenlarven wirken. (red)

Info: Meldungen zur Asiatischen Tigermücke an umweltschutzstelle@ korntal-muenchingen.de.