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Weihnachtsbäckerei

Auf die Plätzchen, fertig, los! Jetzt wird gebacken

Es ist schon eine wundersame Zeit: Selbst bekennende Nicht-Bäcker greifen in diesen Tagen zum Wellholz. Kinder haben auffällig oft Mehl im Gesicht. Und Telefonate unter Freundinnen finden ein außergewöhnlich frühes Ende mit dem Satz: „Ich hab’ was im Ofen.“ Was geht da vor sich? Experten nennen es das Advents-Back-Fieber. Vorsicht, es ist ansteckend!

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Blättern Sie auch schon in Rezepten und schreiben Einkaufslisten mit mehreren Pack Butter und Unmengen von Mehl? Dann hat es Sie voll erwischt!

Einer, der sich mit dem Advents-Back-Fieber auskennt, ist der Ludwigsburger Bäckermeister Bernhard Remmele. Allein sein Beruf führt ihn ständig in die Backstube. Doch die Zeit, in der das erste Weihnachtsgebäck gebacken wird, ist auch für ihn etwas ganz Besonderes. „Ich mag am liebsten ‚S‘“, sagt der Inhaber der Bäckerei und Konditorei Luckscheiter. Aber auch das Zedernbrot hat es ihm angetan. Da kann sich selbst der routinierte Bäcker nicht zurückhalten.

Die Rezepte für die Gutsle werden im Hause Remmele/Luckscheiter gehütet wie ein Schatz. „Das sind alte Rezepte, die seit Generationen gebacken werden.“ Gerade deshalb steckt im Verzehr der kleinen Kunstwerke so viel Kindheit. So viel Familie. So viel Genuss.

Die Bezeichnungen für das filigrane Weihnachtsgebäck sind übrigens vielfältig. Nur eines gilt ganz allgemein: Zu schwäbischem Weihnachtsgebäck kann man nicht „Kekse“ sagen! Das geht GAR NICHT! Kekse kommen aus der Packung und sind nicht selbst gebacken. Im Neckarland sagt man meist „Gutsle“, was sich von „Gutele“ ableitet, der Kindersprache für Süßes. „Brötle“ ist auf der Alb, im Schwarzwald und in Oberschwaben verbreitet, und hat so gar nichts mit „Brötchen“ zu tun. Zu denen sagt der Schwabe ja bekanntlich „Weckle“.