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Bau der Brücke verläuft planmäßig

Die neue Brücke über den Neckar ist Vorbote und zugleich Bestandteil der künftigen Benninger Umgehungsstraße. Sie soll in etwa anderthalb Jahren den Verkehr im Ort deutlich entlasten. Laut Regierungspräsidium Stuttgart liegen die Arbeiten im Zeitplan. Das freut auch Bürgermeister Klaus Warthon.

Die Arbeiten an der neuen Benninger Neckarbrücke schreiten voran. Spätestens im nächsten Sommer soll sie fertig sein. Dann erfolgt der Bau der Umgehungsstraße. Foto: Ramona Theiss
Die Arbeiten an der neuen Benninger Neckarbrücke schreiten voran. Spätestens im nächsten Sommer soll sie fertig sein. Dann erfolgt der Bau der Umgehungsstraße. Foto: Ramona Theiss

Benningen. Dass neue Straßenprojekte – wenn überhaupt – nicht von heute auf morgen realisiert werden, weiß jeder Verwaltungschef. Auch der Benninger Schultes kann ein Lied davon singen. Schließlich dauerte es zwei Jahrzehnte, bis es grünes Licht für die Ortsumfahrung gab. So gesehen kann er es gut erwarten, bis die Trasse fertig und für den Verkehr freigegeben wird. „Die Zeit, in der wir um die Straße gekämpft haben, war schwieriger als das Warten auf die Fertigstellung“, sagte Warthon im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Verwaltungschef ist zudem froh, dass – außer im Frühjahr – größere Verzögerungen im Bauablauf wegen der Coronapandemie ausgeblieben sind.

In der Tat geht es auf Höhe des Motorbootclubs seit dem Brückenschlag im Juni gut voran. Wie das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, wurde seit dem Einsetzen der Stahlteilstücke in mehreren Etappen der Überbau betoniert. Im Oktober begann schließlich die Herstellung und Abdichtung der Brückenkappen. „Im kommenden Jahr wird dann noch, sobald es die Witterung zulässt, die Fahrbahnplatte hergestellt“, heißt es in der Mitteilung des RP. Die Fertigstellung der Neckarbrücke sei für das zweite Quartal 2021 vorgesehen.

Auch in Sachen Straßenbau hat die Behörde ihre Hausaufgaben gemacht. Anfang nächsten Jahres soll die europaweite Ausschreibung erfolgen, sodass „nach aktuellem Kenntnisstand mit einem Baubeginn im Sommer 2021 zu rechnen“ sei. Der Bau der Straße erfolge in drei Phasen. Im ersten Abschnitt finden die Arbeiten laut RP für die Öffentlichkeit wenig sichtbar auf dem Gelände der Firma Epple statt. Im Anschluss daran werden der westliche Anschluss in Richtung Freiberg-Beihingen und in der dritten Bauphase der östliche Anschluss in Richtung Marbach in Form eines neuen Kreisverkehrs hergestellt. Der genaue Ablauf könne allerdings erst dann endgültig festgelegt werden, wenn die Baufirma bekannt ist. Die Erreichbarkeit des Gewerbegebiets Krautlose werde zu jeder Zeit gewährleistet sein.

„Das wird spannend“, sagte Bürgermeister Warthon. „Man wird eine Lösung finden müssen, um von Beihingen zum Gewerbegebiet fahren zu können.“ Seiner Meinung nach könne diese Anbindung nur über die neue Brücke erfolgen. Auch während des Baus des Kreisverkehrs könne das Gewerbegebiet seiner Meinung nach nur über die neue Brücke erreicht werden. Zudem müsse in der Feinabstimmung zwischen den Behörden für den Neckartalradweg eine praktikable Lösung gefunden werden.

Der Zeitplan des Regierungspräsidiums deutet darauf hin, dass die Verkehrsführung so erfolgen wird, wie sie der Benninger Bürgermeister vorschlägt. Schließlich soll der Straßenbau erst nach Fertigstellung der Brücke beginnen.

Die Umleitungstrecken während des Baus des Kreisverkehrs wurden bereits festgelegt. Sie erfolgen laut Regierungspräsidium in beiden Richtungen über die Landesstraße 1100 zwischen Marbach und Murr, über die Landesstraße 1125 zwischen Murr und Pleidelsheim, über die Landesstraße 1129 zwischen Pleidelsheim und Freiberg sowie über die Landesstraße 1138 zwischen Freiberg und Benningen.

Läuft alles wie geplant und ohne größere Unterbrechungen, können die Autos in etwa anderthalb Jahren über die neue, etwa 1,3 Kilometer lange Umgehungsstraße rollen. „Wir gehen aktuell davon aus, dass die Ortsumgehung im zweiten Quartal 2022 dem Verkehr übergeben werden kann“, heißt es aus dem Stuttgarter Regierungspräsidium. Die Kosten des Gesamtprojekts belaufen sich derzeit auf rund 24 Millionen Euro.

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