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Bei Stromausfall erst mal die Ruhe bewahren

Zisch-Reporter der Klasse 8a recherchieren bei der Süwag Energie AG – Beeindruckt von Kabelprüfwagen und Notstromaggregat

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Interessant: ein Blick in den Kabelprüfwagen.Fotos: Klasse 8a
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Ein Notstromaggregat kann 400 Haushalte für acht Stunden versorgen.

Ludwigsburg. Was passiert, wenn der Strom ausfällt? Dieser Frage sind die Zisch-Reporter der Klasse 8a der Bissinger Waldschule nachgegangen. Dazu recherchierten sie bei der Süwag Energie AG in Pleidelsheim.

Zunächst gab es dort eine kurze Einführung in das Thema. Wenn es zu einem Stromausfall kommt, sollte man erst einmal Ruhe bewahren, alle elektrischen Geräte ausstecken und sparsam mit batteriebetriebenen Geräten sein, erfuhren die Schüler. Die Störung wird an die Netzleitstellen nach Pleidelsheim und Frankfurt gemeldet. Diese leiten die Meldung wiederum an die Kollegen in der Umgebung weiter, in der es gerade keinen Strom gibt. Sie rücken dann entweder mit einem Kabelmesswagen aus oder fahren die Freileitung ab, um den genauen Fehlerort zu finden. Im Anschluss wird die fehlerhafte Leitung möglichst gleich repariert. Sind keine Netzumschaltungen möglich, dann werden die Betroffenen so lange über ein Notstromaggregat mit Strom versorgt, bis die Leitung wieder repariert ist.

Nach der Einführung wurden die Schüler in zwei Gruppen eingeteilt und gingen in den Hof zum Kabelprüfwagen und zu einem Laster mit einem riesigen Notstromaggregat. Um den Kabelprüfwagen bedienen zu können, braucht man eine spezielle Ausbildung. Herr Wüst erklärte, dass bei einem Stromausfall immer auch gemeldet werden muss, wodurch und wo die Störung aufgetreten ist. Mit dem Prüfwagen fährt man dann an diese Stelle und prüft, wo der Fehler steckt. Es wird gemessen, wie viel Strom ins Kabel geschickt wurde und wie viel Strom zurückkommt. Kommt weniger zurück als am Anfang geschickt wurde, merkt das System, dass etwas nicht stimmt.

Wenn ein Kabelschaden vorliegt, werden schwache Stromstöße mit einer hohen Spannung in regelmäßigen zeitlichen Abständen in das Kabel geschickt und dadurch ein Kurzschluss ausgelöst. Der beim Kurzschluss entstehende Knall wird dann mit Hilfe eines Bodenmikrofons geortet. Anschließend wird das Kabel an dieser Stelle repariert. Herr Wüst zeigte den Zisch-Reportern auch das Notstromaggregat. Es kann bis zu 400 Haushalte für etwa acht Stunden mit Strom versorgen.

Die nächste Station der Zisch-Reporter war die Ausbildungswerkstatt. Dort erfuhren sie, dass im Moment 20 Azubis bei der Süwag Pleidelsheim sind. Ein Mitarbeiter zeigte den Achtklässlern auch den Lastwagen, den die Lehrlinge im ersten Ausbildungsjahr selbstständig bauen. Erläutert wurde auch, wie die Azubis lernen, eine Straßen- oder Kellerbeleuchtung aufzubauen.

Am Ende der Recherche ging es noch einmal zurück in den Vortragsraum. Birgit Feltl hatte dort schon eine kleine Präsentation über Süwag Energie AG vorbereitet. Sie zeigte den Schülern verschiedene Bilder und nannte die häufigsten Gründe für einen Stromausfall. Diese sind Wartungs- oder Baggerarbeiten, Gewitter, Sturm und Blitzeinschlag, aber auch Vandalismus und Unfälle.

Zum Abschluss schauten sich die Zisch-Reporter noch das hundert Jahre alte Wasserkraftwerk der Süwag an. Klasse 8a