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Bundesliga-MIx

Myles Fitzgerald.Foto: Steelers
Myles Fitzgerald. Foto: Steelers

Auf die sportlich angespannte Lage hat Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers noch einmal reagiert. Nachdem die auf Platz zehn abgerutschten Schwaben mit Mark Ledlin und Guillaume Leclerc bereits zwei Nachverpflichtungen getätigt haben, stattete man gestern den kanadischen Stürmer Myles Fitzgerald mit einem Probevertrag aus.

Der 26 Jahre alte Stürmer kann sich schon am Freitag im Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim und am Sonntag im Derby bei den Heilbronner Falken für einen Vertrag empfehlen. „Mit Myles wollen wir unsere Offensive stärken. Er hat gezeigt, dass er punkten kann und er ist motiviert und bereit, das Team zu unterstützen“, merkte Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch an, der eigentlich weitere Zugänge ausgeschlossen hatte.

Doch die Not ist groß beim viermaligen Zweitliga-Meister, dem nach einer Negativserie sogar die Abstiegsrunde droht. Mit Fitzgerald, der zuletzt in Ungarn bei Ferencvarosi TC unter Vertrag stand, haben die Steelers fünf Kontingentspieler im Kader, dürfen aber nur jeweils vier einsetzen. Das ermöglicht Trainer Marc St. Jean zu rotieren und die dringend benötigten neuen Impulse zu setzen.

Im Gegensatz zu den Steelers läuft es bei den MHP-Riesen Ludwigsburg derzeit richtig gut. Nach 14 von 32 Spielen steht der Basketball-Bundesligist hinter dem FC Bayern München auf Rang 2 der Tabelle. Am Sonntag um 15 Uhr kommt es dabei zum mit Spannung erwarteten Spitzenspiel der beiden Topteams. Dabei hatten die Riesen fast drei Wochen Zeit, um sich vorzubereiten. Am 30. Dezember waren die Barockstädter beim 82:64-Sieg über die Fraport Skyliners zuletzt im Einsatz.

Danach gab es für das Team eine Woche frei. Die Zeit haben die Spieler unterschiedlich genutzt. Manche bekamen Besuch von ihren Familien, andere erkundeten Deutschland und Europa. Spielmacher Khadeen Carrington machte einen Ausflug nach Berlin, Hans Brase zog es in die italienische Lombardei an den Comer See.Jaleen Smith schaute sich mit seiner Verlobten die französische Hauptstadt Paris an und Nachwuchs- und Assistenzcoach David Gale reiste nach Zürich.

Seit dem 6. Januar im Training

Der erst kurz vor Weihnachten verpflichtete Center Cameron Jackson trainierte hingegen durch, ebenso wieChristian von Fintelund Talent Ariel Hukporti.

Marcos KnightsFamilie besuchte den bulligen Korbjäger erstmals in Ludwigsburg, während Jonas Wolfarth-Bottermann seine Familie in Berlin und Nordrhein-Westfalen besuchte. Die munteren Ausflüge haben aber seit dem 6. Januar ein Ende. Seitdem läuft das Training wieder ganz normal. Beim FC Bayern ging es dagegen weniger besinnlich zu. Der Spitzenreiter war in diesem Jahr bereits dreimal im Einsatz. Dazu kommen die Euroleague-Duelle heute bei Panathinaikos Athen und am Freitag bei Olympiakos Piräus, ehe die Bayern dann am Sonntag in der MHP-Arena vor erneut ausverkauftem Haus auflaufen werden.

Selbst mit einem Sieg würden die Ludwigsburger den Bayern aber nicht gefährlich werden. Die Münchner stehen mit 28:00-Punkten unangefochten an der Tabellenspitze. Verfolger Ludwigsburg weist eine Bilanz von 22:06 auf, punktgleich mit Alba Berlin. Der Hauptstadtclub wurde in der Ludwigsburger Arena Mitte November bereits unerwartet mit 81:77 besiegt. Möglicherweise gelingt den Gelb-Schwarzen am Sonntag erneut eine Überraschung.

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