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Gärtnern
Den Grundstein für die Saison legen

Ob Paprika, Tomate oder Chili: Was so liebevoll vorgezogen und dann ins Freiland gepflanzt wurde, wächst gleich viel besser.
Ob Paprika, Tomate oder Chili: Was so liebevoll vorgezogen und dann ins Freiland gepflanzt wurde, wächst gleich viel besser. Foto: pixabay/thophilong
Wer seinen Garten jetzt im Frühling gut vorbereitet, hat das ganze Jahr über mehr Freude daran

Für Gartenbesitzer ist der Frühling die aufregendste Zeit des Jahres: Da sind zum einen die Frühblüher, die aus kargen, spätwinterlichen Flächen mit einem Mal ein wahres Blütenmeer machen. Zum anderen stehen aber auch Entscheidungen und Vorbereitungen an, die Auswirkungen bis auf die Erntezeit später im Jahr haben können.

Schonzeit für Hecken und Bäume

Zu Beachten gilt, dass die heimischen Singvögel bereits Schonzeit haben: In der Zeit vom 1. März bis zum 30 September dürfen zum Schutz der Nistplätze sowie der weiteren tierischen Bewohner und ihrer Jungen, Hecken und andere Gehölze nicht radikal zurückgeschnitten oder gar entfernt werden.

Beete planen und anlegen

Weiterhin steht eine Überlegung an: Will man Beete anlegen oder die vom letzen Jahr benutzen? Jetzt ist der beste Zeitpunkt, den Boden umzugraben, aufzulockern und für die neue Bepflanzung vorzubereiten. Es empfiehlt sich dabei, die Bepflanzung zu alternieren: Manche Pflanzen wie zum Beispiel Tomaten zehren den Boden stark aus. Pflanzt man sie immer an dieselbe Stelle, wird der Ertrag schnell stark zurückgehen. Auch viel Dünger oder Kompost kann dies nicht ausgleichen, deshalb lieber clever planen und dabei auch die Lichtverhältnisse nicht außer Acht lassen. Ist der Boden im heimischen Garten schon ansich locker, kann man auch einfach eines Schicht Kompost auf dem Beet verteilen und diese dann mit einer Harke unterarbeiten.

Gemüse vorziehen und auspflanzen

Es macht Sinn, Gemüsesetzlinge schon einmal im Haus vorzuziehen. Das verschafft den Pflanzen einen Wachstumsvorsprung und sorgt auch dafür, dass nicht etwa ein früher Kälteeinbruch im Herbst die Ernte vorzeitig beendet. Besonders geeignet zum Vorziehen sind Brokkoli, Tomaten, Paprika, Chili, Zucchini, Kürbis, Auberginen und viele Salatsorten.

Allerdings sollte sich nicht vom frühen Angebot in vielen Gärtnereien verführen lassen: Die allermeisten Gemüsesetzlinge – mit Ausnahme der relativ unempfindlichen Salatpflänzchen sowie Kohlrabi und Brokkoli – dürfen erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freiland, sonst kann nach einer späten kalten Nacht der Totalverlust drohen. Wenn es endlich soweit ist, am besten die Jungpflanzen samt Topfballen setzen, damit die Würzelchen nicht beschädigt werden. Gut angießen nicht vergessen, dann sind die Setzlinge bestens vorbereitet.

Rasenpflege leicht gemacht

Wichtig ist, den Rasen nicht zu früh zu mähen, also nicht, solange man noch mit Frostnächten rechnen kann. Außerdem sollte man zuerst Laub und Moos entfernen. Die Schnittlänge des Rasenmähers dabei am besten auf vier bis fünf Zentimeter einstellen, damit der Rasen in der Mittagssonne nicht zu schnell austrocknet. Sollten sich kahle Stellen zeigen, kann man anschließend düngen und nachsäen.

Neuzugänge im Garten

Mehrjährige Stauden wie Pfingstrosen oder Astern sollten gepflanzt werden, noch bevor sie austreiben. Zuvor alle abgestorbene Teile entfernen, damit die Pflanze ihre Kraft ganz auf die frischen Triebe konzentrieren kann, Den Boden um die Staude kann man zusätzlich mit Rindemulch abdecken, um Regenfeuchtigkeit zu speichern und das Unkrautwachstum zu begrenzen.

Die Kür für einen schönen Garten

Bei allem Pflanzen und Anlegen darf man auch das Drumherum nicht außer Acht lassen: Gartenmöbel und -geräte sollten im Frühjahr gut gereinigt und auf Schäden überprüft werden. Gartenhäuschen, Regenrinne & Co brauchen eventuell einen neuen Wetterschutz-Anstrich. Dann können die sonnigen Tage kommen – und die gemütlichen langen Abende im rundum gepflegten Garten. (sm)

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